Mit Pauken und Trompeten ins Rathaus

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Da hatte Bürgermeister „Umberto“ Buhl (links) nichts mehr zu melden: das Kinderprinzenpaar Vanessa I. und Philipp II. übernahm die Regentschaft im Rathaus.

Sonthofen – Da wurde nicht lange gefackelt: Nach einer kurzen Belagerung stürmten die jungen Narren der Sonthofer Fasnachtzunft SFZ und der Faschingsfeunde „Hillaria“ das Sonthofer Rathaus. 

Eine gute Woche lang haben die Kinder das Sagen in der Kreisstadt - angeführt vom Kinderprinzenpaar Philipp II. und Vanessa I. 

Großer Aufmarsch vor dem Sonthofer Rathaus: Jugendblaskapelle, Fluhensteingeister, Gardemädchen und viel „närrisches Fußvolk“ heizte den „hohen Herren im Rathaus“ ein. Nachdem der Narrenbaum geschmückt war, brachte das junge närrische Volk seine Unzufriedenheit mit der Stadtregierung zum Ausdruck. So habe man bei den Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläumsjahres das traditionelle Weinfest der beiden Fasnachtsvereine vergessen. Und in der Markthalle und im Haus Oberallgäu könne man auch noch dies und das verbessern. Zuhause, so das Kinderprinzenpaar Vanessa I. Und Philipp II., gingen diese Zustände nicht durch. 

Doch es gab auch Lob für Stadtrat und Verwaltung: immerhin werde das Altstädter Freibad aufgemöbelt und im Tannachwäldle sei ein Spielplatz geplant. Lange konnte die rund zehnköpfige Stadtratschar das Rathaus und den großen Schlüssel nicht verteidigen. Unterstützt von der Garde eroberten die Nachwuchsnarren der SFZ und „Hillaria“ den Regierungssitz und entrissen nach kurzem Handgemenge Bürgermeister Hubert Buhl den goldenen Schlüssel. Da half auch ein telfonischer Hilferuf an seine Mafia-Freunde nicht mehr. Dann ging es im Siegeszug mit Schallmeienbegleitung hinüber in die Markthalle zur großen Party, wo der gelungene Handstreich gefeiert wurde.

Josef Gutsmiedl

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