Jubiläumsfest und Tag der offenen Tür bei Bosch

Bosch zeigt seit mehr als 50 Jahren Flagge im Oberallgäu - und viele Allgäuer sind mit Leib und Seele „Boschler“. Fotos: Josef Gutsmiedl

Bosch feiert: Ein Jahr nach dem Jubiläum „50 Jahre Bosch im Allgäu“ steht die nächste Feier ins Haus: der 150. Geburtstag des Unternehmensgründers Robert Bosch und das 125-jährige Unternehmensjubiläum. Beide Jubiläen werden auch in den Unternehmensstandorten im Allgäu, Blaichach und Immenstadt, gefeiert - mit einem Tag der offenen Tür. Den Familienangehörigen der „Boschler“ wird dabei ein Blick hinter die Werkskulissen und auf die Arbeitsplätze von Vater oder Mutter erlaubt. Am Samstag, 2. Juli, können alle Oberallgäuer ab 11 Uhr beim Werksbesuch hautnah erleben, „was Bosch im Allgäu eigentlich macht“ - mit jeder Menge Information und Unterhaltung. Der KREISBOTE informierte sich bei Projektleiter Ludwig Bächle und Eventmanager Fabian Schreiner über den Tag der offenen Tür bei Bosch in Blaichach und Immenstadt.

Nach dem Jubiläum im vergangenen Jahr, wo es speziell um die „jungen“ Standorte Immenstadt und Blaichach ging, steht diesmal „der ganze Bosch“ im Mittelpunkt. Was ist das Besondere an dem Doppeljubiläum „150. Geburtstag Robert Boschs“ und „125 Jahre Unternehmen Bosch“? Ludwig Bächle: Eine Wiederholung ist unser aktuelles Jubiläum sicher nicht. Das Jubiläum mit dem 150. Geburtstag des Unternehmensgründers Robert Bosch und das 125-jährige Bestehen der Firma Bosch wird auch hier an den Allgäuer Standorten entsprechend gefeiert - aber doch auf etwas andere Art und Weise. Es soll vor allem ein Fest der Mitarbeiter sein. Denn es sind die Menschen, die den Erfolg des Unternehmens begründet haben und bis heute begründen. Unsere 3000 Allgäuer Boschler sind es, die das Werk gestalten, den Erfolg erarbeiten. Ihnen und ihren Familien gilt der Dank. Zunächst haben beim Tag der offenen Tür die Familienangehörigen ab 9 Uhr die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, was Vater oder Mutter bei Bosch „denn so machen“. Dazu dient der Blick hinter die Kulissen des Werkes und der direkte Blick auf die Arbeitsplätze von Papa und Mama, Bruder und Schwester. Und die zeigen und erklären, was sie tun. Ab 10 Uhr sind die ehemaligen Boschler, unsere Bosch-Rentner, eingeladen zu einer kleinen Feierstunde und anschließendem Austausch von Erinnerungen an ihre Zeit bei Bosch. Also ein bißchen Ehemaligen- und Mitarbeiter-Treffen? Ludwig Bächle: Damit tragen wir ein wenig der Unternehmenskultur der Firma Bosch Rechnung. Bis heute ist es das Zusammengehörigkeitsgefühl, der Familiensinn, der Bosch und die Boschler prägt. Wir Boschler sind stolz, Boschler zu sein und Anteil am Erfolg des Unternehmens zu haben. „Die Geschichte von Bosch steckt voller Pioniertaten - technischer, sozialer und wirtschaftlicher“, heißt es im Buch, das zum Firmenjubiläum erschienen ist. Das sei als Ansporn für neue Leistungen zu verstehen. Auch dazu haben Sie sich etwas einfallen lassen. Ludwig Bächle: Bereits am Freitag, also vor dem Tag der offenen Tür, sind Schüler- und Studentengruppen bei uns im Haus zu Gast, lernen das Unternehmen und die Werke kennen. Wir informieren über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder, die der „Global Player“ Bosch speziell für Ingenieure bietet. Natürlich hoffen wir, auf diese Weise junge Frauen und Männer für die Ingenieurberufe und den innovativen Arbeitgeber Bosch zu interessieren. Sie sind das Kapital für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Darüber hinaus wollen wir an diesem Tag auch langjährigen Lieferanten und Geschäftspartnern zeigen, was Bosch mit und aus ihren Produkten macht. Mit von der Partie sind schließlich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Behördenleiter und Kommunalpolitiker - der Personenkreis mithin, der mit Bosch im Allgäu und den Boschlern über die Werkstore hinaus zu tun hat. Was tut sich beim eigentlichen Tag der offenen Tür in den beiden Werken in Blaichach und Immenstadt-Seifen? Fabian Schreiner: Unser Tag der offenen Tür will mehr sein, als ein bloßes Fest auf dem Werksgelände. Wir informieren in beiden Standorten über alles, was Bosch hier produziert - Brems- und Zündungstechnik sowie Sensoren. Dazu natürlich den aktuellen „grünen Bosch“, zum Beispiel mit Antriebstechnik für Elektrofahrräder. Wer weiß schon , dass 16 Hersteller von E-Bikes in Deutschland auf unsere Bosch-Technik setzen? Im Testparcours können die Besucher die E-Bikes ausgiebig erproben. Und wie ein Getriebe in einer Windkraftanlage aussieht, zeigen wir auch. Am Samstag können Besucher die bekannten und bewährten Bosch-Siemens Hausgeräte und Elektrowerkzeuge kaufen. Wir zeigen nicht nur, was wir hier machen und wie wir hier arbeiten. Wir bieten von 11 bis 17 Uhr in beiden Werken ein umfangreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein, Jung und Alt. Rund 80 Attraktionen lassen keine Langeweile aufkommen. In Anlehnung an die Jubiläumszahl 150 spendiert Bosch jedem Kind, das nicht größer als 150 Zentimeter, ist, eine Gratismahlzeit. Sie rechnen an diesem Tag mit rund 15000 Besuchern. Das „Unternehmen Tag der offenen Tür“ will gut organisiert sein. Fabian Schreiner: Wir sind über das Programm hinaus gut aufgestellt. Zwischen Kempten und Immenstadt verkehren zusätzlich Sonderzüge, und von Immenstadt bringen Pendelbusse die Besucher im 20-Minuten-Takt gratis nach Blaichach und Seifen und zurück zum Bahnhof Immenstadt. Die Ortsdurchfahrt in Blaichach ist zwischen 9 und 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt, eine Umleitung ist eingerichtet. Sehenswert und praktisch zugleich ist unser origineller Fahrrad-Parkplatz - mit echten Allgäuer Heinzen...

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