"Gut gehalten"

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Claudia Ritter

Oberallgäu - Mit „Plus-Minus-Null“ wird der Jugendhilfehaushalt in Höhe von für das Jahr 2013 abschließen. Auch der Ansatz für das kommende Jahr wird sich in einem Rahmen von knapp 10 Milionen Euro bewegen. Rund 7,7 Millionen Euro davon bleiben als Nettoaufwand am Landkreisetat „hängen“.

Zufrieden mit der aktuellen Entwicklung des laufenden Jugendhilfehaushalts zeigte sich Claudia Ritter vom Jugendamt. Die Punktlandung verhindert hätten Entgelterhöhungen, die zu unerwarteten Mehrausgaben in Höhe von 40 000 Euro geführt hätten. „So etwas ist schwer zu beeinflussen“, räumte Claudia Ritter bei ihren Erläuterungen vor dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages ein. 

Ritter stellte auch fest, dass Zusatzkosten immer mehr zu Buche schlagen im Etat, zum Beispiel bei Fahrtkosten, Schulgeldzahlungen oder beruflichen Maßnahmen. „Das wirkt sich aus.“ Auswirken werde sich auch der Ausfall von 100 000 Euro, die der Freistaat Bayern weniger beisteuere bei der Jugendsozialarbeit. 

Allzu viel Spielraum bleibe bei der Kalkulation ohnehin nicht. Vom Kuchen seien große Teile durch erteilte Bescheide bereits gebunden, weitere Teile durch Fortführung von Maßnahmen. Ein weiterer Teil müsse für zu erwartende Neufälle eingeplant werden. 

Im Haushaltsansatz für das Jahr 2014 sind mit 9,9 Millionen Euro 265 000 Euro mehr Mittel vorgesehen als für das laufende Jahr – vor allem wegen der zu erwartenden Entgeltsteigerungen und des Ausbaus der Präventionsarbeit. 

„Gut gehalten“ habe sich der Landkreis im Hinblick auf den Jugendhilfehaushalt, kommentierte Landrat Kaiser den Bericht. Er hoffe, dass sein Nachfolger im Amt des Landrats im November nächsten Jahres das auch sagen könne. „Das passt für dieses Jahr – und das passt für das Jahr 2014, falls es keine außergewöhnlichen Einflüsse gibt.“ Die 300 000 Euro, die der Landkreis letztendlich mehr bereitstelle, „müssen irgendwo herkommen“, meinte Kaiser. 

Die Fallzahlen steigen - auch im Oberallgäu. Wie Renate Fink mit dem Blick auf die aktuelle Statistik des Kreisjugendamtes feststellt, konnte jedoch die – kostenintensive – stationäre Hilfe stabilisiert werden bei etwa 340 Fällen. Schwerpunkt der Jugendhilfearbeit sei die Förderung der ambulanten und teilstationären Hilfe. Insgesamt wurden im Jahr 2012, so Fink in ihrer Erläuterung, 654 Fälle in der Jugendhilfe bearbeitet.

Josef Gutsmiedl

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