Auf allen Kanälen

Kandidatenwahl: SPD will Boden gutmachen

Martin Holderied
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Martin Holderied will als Bundestagskandidat die SPD wieder „nach oben“ bringen.

Oberallgäu – In einer Hybrid-Versammlung nominierte die SPD Oberallgäu ihren Kandidaten für die Bundestagswahl im kommenden September. Der 30-jährige Martin Holderied aus Lindenberg soll sozialdemokratische Positionen ebenso wie den Wahlkreis in Berlin vertreten. Frischen Wind will er in den Wahlkampf bringen und zum Aufwind für die Sozialdemokraten machen.

Neue Wege geht die SPD schon mit dem Modus ihrer Bundeswahlkreis-Konferenz: Die Versammlung ging auf dem Parkplatz des Schulzentrums in Immenstadt über die Bühne. Neben der Präsenz der Delegierten unter Pandemie-Auflagen in ihren Autos, erfolgte die Kommunikation der Teilnehmer per Video-Konferenz. Seine Nominierungsrede hielt der einzige Bewerber, Martin Holderied, ebenfalls per Video-Zuspielung aus dem Fahrzeug.

Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die SPD im Wahlkreis Oberallgäu nur gut zwölf Prozent der Stimmen erhalten. Seitdem war die SPD nicht mehr mit einem direkt gewählten Abgeordneten aus der Region im Parlament vertreten. Der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Brunner betreut den Wahlkreis Oberallgäu (Kempten, Oberallgäu, Lindau) kommissarisch. In seinem Grußwort an die Delegierten gab Brunner die Zielvorgabe aus: Boden gutmachen. Auf allen Ebenen gelte es engagiert die Kernthemen der SPD zu verfolgen: Gesundheit und Pflege, Bildung, Teilhabe, Sicherheit. Brunner selbst tritt erneut für ein Bundestagsmandat an und hofft auf „ein gutes Ergebnis für die SDP“.

Diese Vorlage griff der 30-jährige Holderied auf: „Ich möchte zur Wahl antreten, um sicherzustellen, dass auch nach diesem Generationenwechsel sozialdemokratische Positionen in Berlin vertreten werden.“ Die SPD sei Volkspartei: „Nicht wegen der Umfrageergebnisse, sondern wegen der Angebote, die sie macht.“ Mit der Union könne kein politischer Wechsel erwartet werden. Im bevorstehenden Wahlkampf gelte es, vor Ort zu überzeugen. Dabei will der SPD-Kandidat vor allem Soziale Medien und Kanäle nutzen: „Wir müssen dahin gehen, wo um Meinungshoheit gerungen wird. Wir wollen gewinnen und nicht um Platz spielen.“ Die 32 Delegierten votierten einstimmig für Martin Holderied.

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