Viel Zeit für den Piks

Kaserne umgestaltet: Kindgerechte Impfstation in Sonthofen

Kinder-Impfstation Sonthofen
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Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller (links) mit Julian Stumm, Johanniter-Projektmanager für das Impfzentrum.

Sonthofen – Nichts erinnert im neu gestalteten Kinderimpfzentrum im Salzweg 24 in Sonthofen mehr an die Kasernen-Räumlichkeiten.

Die kindgerechte Einrichtung und die bunten Wandmalereien von Graffiti-Artist und Wahlallgäuer Robert Wilhelm dominieren den Raum, in dem zuvor der Anmeldebereich des Oberallgäuer Impfzentrums untergebracht war. Vor Kurzem nutzte die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller die Gelegenheit, um sich ein eigenes Bild von den Räumlichkeiten zu machen und sich vom Team der Johanniter-Unfall-Hilfe, die das Oberallgäuer Impfzentrum betreut, über ihre tägliche Arbeit berichten zu lassen.

Man nehme sich hier für jedes zu impfende Kind und seine Eltern viel Zeit, erläuterte Julian Stumm, der bei der Johanniter als Projektmanager für das Impfzentrum zuständig ist.

Pflaster, Gummibärchen, Bilderbuch

Das große Zeitfenster sei bewusst gewählt – nicht etwa, weil der Aufklärungsbedarf so groß sei, sondern vielmehr, um den kleinsten Impfwilligen die Aufregung zu nehmen: „Zu uns kommen Kinder ab fünf Jahren, da ist die Angst vor einem Piks ganz normal. Indem wir eine ruhige Atmosphäre gestalten, können wir ihnen die Aufregung ein stückweit nehmen“, so Stumm.

Bis zu 75 Kinder am Tag können auf diese Weise derzeit in Sonthofen ihren Corona-Schutz bekommen – und mit ihm ein buntes Pflaster, eine Packung Gummibärchen und ein kleines Bilderbuch als Belohnung für die Tapferkeit. Landrätin Baier-Müller zeigte sich tief beeindruckt von der Einfühlsamkeit und dem gleichzeitigen Ernst, mit dem die Johanniter, dieser neuen, zusätzlichen Aufgabe nachkommt und sicherte den Verantwortlichen im Impfzentrum die Unterstützung des Landkreises zu.

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