Keine halben Sachen in Bergwald

Der Bergwald ist noch längsgt nicht "über dem Berg". Die Bergwaldoffensive hat noch viel zu tun. Fotos: Josef Gutsmiedl

Auf halber Strecke soll die „Fitnesskur für den Bergwald“ nicht schlapp machen. Der Beirat der Bergwaldoffensive im Landkreis Oberallgäu verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung in Blaichach eine Resolution in der auf eine Fortführung der Initiative über das Jahr 2011 hinaus gedrängt wird.

„Die Arbeit der Bergwaldoffensive wird nur dann nachhaltig wirksam sein, wenn das Engagement über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt“, heißt es in der Erklärung, die an die Bayerische Staatsregierung geschickt wird. In den acht aktuell in Arbeit befindlichen Projektgebieten seien weiterführende Maßnahmen notwendig, stellt der Beirat fest. In weiteren Gebieten in der Region müsse gehandelt werden. Die Bergwaldoffensive sei das „bislang erfolgreichste Konzept der Forstverwaltung zur Bergwaldpflege im Privat- und Körperschaftswald“, stellt der Beirat fest. Die Erfahrungen der Praktiker belegen: Nur durch die Bündelung und Koordinierung sind Maßnahmen auf kleinflächigen Waldparzellen überhaupt sinnvoll und machbar. Im Projektgebiet Grünten etwa seien Dank der Überzeugungsarbeit der Projektleiter schließlich viele auf den Zug der Bergwaldoffensive aufgesprungen. Seit dem Start der Bayerischen Bergwaldoffensive im Jahr 2008 wurden in den acht aktuellen Oberallgäuer Projektgebieten fast 200 Einzelmaßnahmen aufgegriffen. Rund 1,3 Milionen Euro habe man dabei in die Hand genommen, so Klaus Dinser vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Kempten. 90 Prozent der Summe wurden heuer aufgewendet. Und am Ende der Arbeit sei man beileibe nicht: rund 14000 Hektar Fichtenreinbestände müssen noch zum leistungsfähigen Bergmischwald umgebaut werden, ergänzt Abteilungsleiter Dr. Ulrich Sauer. Eine Sorge haben Forstfachleute wie Beirat gleichermaßen: Wenn im kommenden Jahr die Mittel wegen des Sparkurses der Staatsregierung zusammengestrichen werden oder die erfolgreiche Offensive gar gestoppt würde, bliebe die Inititive auf halbem Weg stehen. Deshalb appellieren die Beiräte der Bergwaldoffensive im Oberallgäu an die Staatsregierung, die Laufzeit der Bergwaldoffensive um wenigstens fünf Jahre zu verlängern. „Dabei ist eine finanzielle und opersonelle Ausstattung in angemessener Höhe notwendig“, schließt die Erklärung der Beiräte. Für die erste Phase (2008 bis 2011) wurden Mittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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