Ambulante Versorgung

Kempten bekommt vorerst kein Sozialpädiatrisches Zentrum

Sozialpädiatrisches Zentrum
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Alexander Hold (Freie Wähler) setzt sich für ein Sozialpädiatrisches Zentrum in Kempten ein

Oberallgäu – Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) sind Einrichtungen der ambulanten Krankenversorgung, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind. Dort werden Kinder mit den verschiedensten Krankheits- und Störungsbildern von fachlich-medizinisch und psychologisch untersucht, betreut und behandelt.

„Die ambulante Versorgung von komplex und chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen in Bayern konnte in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche neu zugelassene Sozialpädiatrische Zentren erheblich verbessert werden. Eine wohnortnahe medizinische Betreuung entlastet die ohnehin stark geforderten Familien mit behinderten und schwer erkrankten Kindern extrem“, so Alexander Hold, Landtagsvizepräsident der Freien Wähler aus Kempten.

Petition zurückgestellt

Eine Petition des Klinikverbundes Allgäu zur Einrichtung eines solchen SPZ am Klinikum Kempten wurde im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags jetzt mit Hinweis auf das laufende Gerichtsverfahren zurückgestellt.

„Ich fordere die Kassenärztliche Vereinigung Bayern und Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen deshalb noch einmal mit aller Dringlichkeit auf, ihre Blockade gegen das zwingend erforderliche SPZ in Kempten aufzugeben. Wir leiden im Allgäu unter einem massiven Versorgungsengpass für die betroffenen Kinder und Eltern, der sich weiter zuspitzt“, erklärt Hold.

Extrem lange Wartezeiten

Im gesamten Regierungsbezirk Schwaben gibt es nur zwei SPZ an den Standorten Augsburg und Memmingen. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat einen quantitativen Bedarf für 4,12 Zentren bestätigt. „Momentan kommt es zu unerträglich langen Wartzeiten. Für einen Erstvorstellungstermin in Memmingen müssen Eltern 16 Monate warten. Das ist nicht länger tragbar.“

Alexander Hold hatte sich bereits im April in einem Schreiben an den Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek für eine Unterstützung durch das Gesundheitsministerium stark gemacht.

Gesundheitsminister Holetschek ist informiert

„Ich wünsche mir von Seiten des Ministeriums hier aktive Unterstützung und fordere unseren Gesundheitsminister auf, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern und der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen dafür einzusetzen, ihre ablehnende Haltung noch einmal zu überdenken. Dem Antrag des Klinikverbundes Allgäu auf Ermächtigung eines SPZ am Klinikum Kempten muss stattgegeben werden. Dafür werde ich mich weiter einsetzen“, verspricht Alexander Hold abschließend.

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