Stolze Ergebnisse beim Kinderwunschzentrum

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131 Babys kamen vergangenes Jahr im Klinikum Kempten nach einer Behandlung im Kinderwunschzentrum zur Welt. Auf dem Foto (von links) Nadja Jaouad (Leiterin IVF-Labor), Prof. Dr. Ricardo Felberbaum (Chefarzt Frauenklinik) und Dr. Anke Brössner (leitende Oberärztin Kinderwunschzentrum).

Kempten – Sechs Prozent aller im Klinikum Kempten geborenen Kinder beginnen ihren Lebensweg im dortigen Kinderwunschzentrum (KWK). In der Region waren es vergangenes Jahr 131 Babys, die nach einer Behandlung im KWK zur Welt kamen.

„Diese Ergebnisse machen uns sehr stolz, zumal unsere Erfolgsquoten über dem Bundesdurchschnitt vergleichbarer Kinderwunschzentren liegen“, freut sich Prof. Dr. Ricardo Felberbaum, Chefarzt der Frauenklinik und Begründer des Kinderwunschzentrums am Klinikum Kempten. 

Einem Paar zum Wunschkind zu verhelfen, ist die Aufgabe des Teams unter Federführung von leitender Oberärztin Dr. Anke Brössner. Neben den medizinischen Vorgängen setzen die Ärzte auf eine sehr persönliche, individuelle Betreuung. „Dank der Vernetzung mit zahlreichen Fachdisziplinen erfahren die Paare vom Erstkontakt bis zum Happy End eine ganzheitliche Behandlung bei uns“, erläutert Dr. Brössner. Über den Verlauf entscheide eine einfühlsame Begleitung ebenso wie das medizinische Wissen und die Erfahrung.

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe ist die einzige kommunale Klinik in Bayern mit einem in die Frauenklinik voll integrierten IVF–Zentrum. Somit wird eine hochqualifizierte Betreuung von der Erfüllung des Kinderwunsches über die Begleitung während der Schwangerschaft bis zur Geburt des Kindes ermöglicht. Prof. Felberbaum: „Die gesamte diagnostische Abklärung und Therapie sowie auch gegebenenfalls notwendige operative Eingriffe, die manchmal Voraussetzung für eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung sind, werden bei uns vor Ort durchgeführt.“  

Der Grundstein für das Kinderwunschzentrum Kempten wurde vor neun Jahren gelegt. 2016 ließen sich rund 500 Paare, bei denen es mit einer Schwangerschaft bisher nicht geklappt hat, im KWK behandeln. Die Paare unterziehen sich nach gründlicher Diagnostik verschiedenen Verfahren der Reproduktionsmedizin – wie die hormonelle Stimulation des Eierstocks zur Empfängnis auf natürlichem Weg, die Inseminationsbehandlung (bei der das Sperma aufbereitet und konzentriert wird) oder die In-vitro-Fertilisation (IVF), also die künstliche Befruchtung im Reagenzglas. „Der respektvolle Umgang mit dem werdenden menschlichen Leben hat oberste Priorität“, versichert Nadja Jaouad, klinische Embryologin und Leiterin des IVF-Labors. 

Muss die Familienplanung junger Menschen wegen einer Krebserkrankung verschoben werden, besteht am KWK für Frauen und Männer die Möglichkeit, fruchtbarkeitserhaltende Maßnahmen vornehmen zu lassen. Dazu gehört das Einfrieren von Eizellen und Spermien sowie von Eierstock- und Hodengewebe.

cis

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