Klammkunst klammheimlich

Guenter Rauch nutzt die Starzlachklamm als Natur-Galerie. Fotos: Josef Gutsmiedl

Der Künstler Guenter Rauch aus Kempten setzt sein Kunstprojekt „Spuren Klamm heimlich“ auch in diesem Jahr fort. In der Starzlachklamm bei Sonthofen-Winkel hat er 20 Objekte entlang des Klammweges platziert.

Die Starzlachklamm ist an sich schon ein Erlebnis, vor allem wenn sich der Wildbach an einem Regentag richtig „wild“ gibt. Dann sind Klammwanderer am engen Weg über die Felsen direkt an der Natur. Und genau hier hat der Künstler Guenter Rauch seine Objekte „versteckt“ - klammheimlich in der Schlucht platziert. Die besondere Stimmung in der Klamm, die Nähe zur Natur, der Naturgewalt des tosenden Wassers, war für Rauch erneut der ideale Platz für seinen Kunst-Weg unter dem Motto „Nest und Heimat“. „Die Beziehungen zwischen Mensch und Natur sind das zentrale Thema meiner Arbeiten“, sagt Rauch. Und in der „Galerie“ Starzlachklamm bringt er mit seinen außergewöhnlichen Objekten Kunst und Natur, Mensch und Natur zusammen. Die meisten Klammbesucher finden die Objekte am Wegesrand zumindest „interessant“, berichten Guenter Rauch und Rudi Löwenhagen, der Wirt der Klammhütte. Und für Kinder, die die Welt mit anderen Augen sehen, ist es ohnehin eine spannende Entdeckungsreise, wenn hinter jedem Felsvorsprung eine Überraschung wartet. Mit der Kunst ist es so eine Sache. Auch davon kann Rauch erzählen. Etwa von der Alarmierung der Bergwacht, weil Wanderer eines seiner Kunstobjekte für eine verunglückte Person in der Starzlach hielten. Schon dreimal sei die Bergwacht wegen solcher Hinweise ausgerückt.

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