"Altenpflege 2020 ff"

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Michael Pflügner (von links)mit Prof. Dr. Alexander Schraml (beides Sprecher der KAB),mit Johanna Sell (MDK Bayern), Dr. Bernhard Opolony (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) und Ulrich Gräf (Sprecher der KAB).

Die Zukunft der Altenpflege ist ein Thema von großer Brisanz und Bedeutung für die gesamte Bevölkerung.

Daher stellte die Kommunale Altenhilfe Bayern (KAB) – diese ist ein Netzwerk kommunaler bayerischer Pflegeeinrichtungen und Altenhilfeträger der Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden – ihre jüngste Klausurtagung unter das Motto „Altenpflege 2020 ff“. Zu den Teilnehmern gehörten auch Vertreter der AllgäuPflege gGmbH. Bei der zweitägigen Tagung im oberbayerischen Beilngries, zu der rund 50 Teilnehmende aus den KAB-Einrichtungen zusammenkamen, wurden Anforderungen und – mitunter auch unkonventionelle – Lösungsansätze zum Thema „Altenpflege 2020 ff“ aufgezeigt und diskutiert sowie zukünftige Entwicklungen und Befürchtungen beleuchtet. 

„Vor allem die rückläufige Anzahl der Bewerbungseingänge bei Pflegefachkräften und Pflegehilfskräften und die Digitalisierung stellt die Gesundheits- und Pflegbranche vor große Herausforderungen“, sagt Ulrich Gräf, Geschäftsführer der AllgäuPflege gGmbH. Er ist zugleich einer der beiden Sprecher der KAB. Um entsprechend darauf zu reagieren, wurde bei der Klausurtagung erstmals ein sogenannter „Marktplatz der Ideen“ angeboten. „Hier wurden Praxisbeispiele von anderen Einrichtungen gezeigt, wie etwa neue Arten der Betreuung in Form von ambulant betreuten Wohngruppen oder Wohngruppenkonzepten oder auch eine innovative Dienstplangestaltung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit“, so Gräf. „So konnten sich die Teilnehmer mit zahlreichen Anregungen und Tipps ausrüsten.“ Informationen aus erster Hand zur Pflegepolitik in Bayern erhielten die Teilnehmer von Dr. Bernhard Opolony (Leiter der Abteilung Pflege des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege). 

Johanna Sell, die stellvertretende Geschäftsführerin des MDK Bayern, stellte die Auswirkungen der neuen Qualitätsindikatoren auf die Prüfpraxis des MDK ausführlich vor. Trotz des umfangreichen Programms konnte die Zeit auch für einen intensiven Erfahrungsaustausch genutzt werden. „Die Gespräche im Kollegenkreis sind enorm hilfreich. Wir haben alle die gleichen Sorgen und Probleme. Da ist es super, wenn man auf die fachliche Kompetenz der Kollegen zurückgreifen und sich zu aktuellen Themen austauschen kann“, so Matthias Rüth, Geschäftsführer der Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg. 

Das Leistungsangebot der AllgäuPflege im Landkreis Oberallgäu umfasst derzeit neben 313 stationären Pflegeplätzen auch über 100 betreute Wohnungen, zwei ambulante Pflegedienste, Tagespflege sowie Beratung für pflegende Angehörige.

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