Museum Kleinwalsertal will "aufrüsten"

Frischer Wind im Walsertaler Museum

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Eine „richtige Baustelle“ ist das Museum derzeit. Jetzt wird ein Konzept umgesetzt werden, das viele Möglichkeiten eröffnen soll.

Riezlern – Der Entwicklungsprozess für das neue Museum im Kleinwalsertal ist in vollem Gange. Die Verantwortlichen haben dabei einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen und die Bürger von Anfang an mit einbezogen. Die erste Phase mit Ideensammlung und Workshops ist zu Ende.

Nun beginnt die Zeit, ein Konzept zu entwickeln, bevor im letzten Schritt die Umsetzung steht. Die ersten Zwischenergebnisse wurden in den Museumsräumen von Mitgliedern der Kerngruppe und den Museumsexperten Bruno Winkler und Johannes Imana der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

Derzeit ist das Museum geschlossen. Ein offizieller Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Mehrere Räume sind schon ausgeräumt. An den Wänden stehen Fragen wie „Darf ein Museum unbequeme Fragen stellen und welche?“ Das mittlere Geschoss ist mit Absperrbändern und Baustellenschildern „dekoriert“ und wird demnächst leer geräumt. Planerisch und baulich eine Baustelle.

Bereits im vorigen Jahr hatten sich viele Bürger gemeldet, um an dem Prozess aktiv mitzuarbeiten. Daraus hat sich eine Kerngruppe gebildet und ein kreativer Prozess zwischen Experten und Bürgern entwickelt. Das Museum soll ein Ort für alle und von allen werden, so das Motto. Oder: „Wie kann sich ein Museum, das in die Jahre gekommen ist, neu definieren“, wie es Winkler formulierte. Den Machern ist jede Stimme, jede Anregung und jede Form von Mitarbeit wichtig. Damit will man sich den aktuellen Herausforderungen für ein zeitgemäßes Museum stellen.

„Wichtig ist, dass wir sagen können, das ist unser Museum“, sprach der Betreuer des Museums, Stefan Heim, von einem „intensiven Prozess“. Vizebürgermeister und Kulturreferent Franz Türtscher zeigte sich überzeugt, „dass wir etwas schaffen, das Bestand hat“. Mitglieder der Kerngruppe stellten die verschiedenen Aspekte der aktuellen Planungsphase vor. „Wir wollen den Mensch in den Mittelpunkt stellen und Geschichten erzählen“, so Andrea Kainz. Für Regine Ahr bietet das Haus viele Möglichkeiten, was das Bauliche angeht. Mit den Räumen der ehemaligen Tourismus-Information wird im Erdgeschoss zusätzlicher Platz frei, der multifunktional und flexibel nutzbar ist.

Heinrich Bonert

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