Der Countdown für die neue Ifen-Bergbahn läuft

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„Der Countdown läuft“, freuen sich Bernhard Joachim (von links), Geschäftsführer Allgäu GmbH, Anne Riedler, Vorstand Kleinwalsertal Tourismus, Augustin Kröll, Geschäftsführer Skiliftgesellschaft links der Breitach, Beirat Robert Haller, Dr. Andreas Gapp, Geschäftsführer Skiliftgesellschaft links der Breitach, Thomas Pichler, Geschäftsführer Doppelmayr Seilbahnen, Beiratsvorsitzender Michael Lucke, sowie die Beiräte Anton Haller und Hermann Haller.

Kleinwalsertal – Im Skigebiet am Ifen starten die Bergbahnen Oberstdorf / Kleinwalsertal durch. Nach dem ersten Bauabschnitt im Vorjahr mit der neuen „Olympiabahn“ und Beschneiungseinrichtungen geht es heuer mit der zweiten Bauphase der Qualitätsoffensive weiter.

Jetzt wird die Ifen- und Hahnenköpflebahn in Angriff genommen. Erneut mit sportlicher Vorlage: In 300 Tagen, zum Saisonbeginn im Dezember 2017 soll die hochmoderne neue 10er-Kabinenbahn schon startklar sein und sieben Kilometer Blaue Piste am Ifen erschließen.

Das Ziel beschreibt der Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft links der Breitach, Dr. Andreas Gapp, ganz knapp: „Wir bauen am Ifen das Beste was es an Bergbahnen gibt.“ Die zweite Runde der Qualitätsoffensive soll das Skigebiet am Ifen zum „Premium-Skigebiet“ machen. Damit sei das Kleinwalsertal das einzige Skigebiet im Alpenraum, das sich in nur zwei Jahren komplett erneuert, ergänzt Gapp. Nachdem die Skiliftgesellschaft vom ersten Schritt der Qualitätsoffensive und deren Ergebnis überzeugt war, sei rasch der Beschluss für die zweite Runde und die weitere 23-Millionen-Investition gefallen.

Gapps Geschäftsführer-Kollege, Augustin Kröll, skizziert, was in der Phase 2 heuer den Ifen zur Großbaustelle machen wird. Die neue Bergbahn beginnt wie die Olympiabahn an der Auenhütte (1280 m), der gemeinsamen Talstation. Sektion 1 ist knapp einen Kilometer lang und endet 300 Meter höher an der Zwischenstation „Ifenhütte“. Mit bis zu 25 Kabinen kann die neue Berg­bahn Ifen 1 bis zu 2000 Personen pro Stunde befördern. Die Fortsetzung – in der Tat so gut wie nahtlos – schließt sich mit der Ifen 2 an, die mit maximal 82 Kabinen bestückt knapp 2 Kilometer lang ist. Bis zu 3600 Passagiere pro Stunde bringt die komfortable Kabinenbahn weitere 450 Höhenmeter Richtung Hoher Ifen zur Bergstation (2030 m) „Hahnenköpfle”. Beide Abschnitte können mit bis zu 6 m/sec betrieben werden, erreichen also eine Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometer. Der Clou: an der Ifenhütte als Mittelstation können die Kabinen entweder durchstarten bis zur Gipfelstation oder sich hier ausklinken. „Das lästige Umsteigen entfällt dadurch”, so Kröll. Geparkt werden die Kabinen in einer Tiefgarage. Der obere Abschnitt ist ausschließlich für den Winterbetrieb vorgesehen. Auch das neue Restaurant ist nur während der Saison in Betrieb, dann aber mit einer „grandiosen Aussicht auf das Gottesackerplateau und die Allgäuer Berge“, schwärmt Kröll.

„Seilbahnfahren zum Erlebnis machen”, bringt der Geschäftsführer von Doppelmayr Seilbahnen, Thomas Pichler, den Wurf des Vorarlberger Unternehmens auf den Punkt. Mit „D-Line”, der hochmodernen, innovativen Seilbahn-Technologie, sei man „qualitativ in die richtige Richtung” gegangen: schnell, komfortabel und mit unerreichter Laufruhe. „Alles seilbahntechnisch vom Feinsten”, unterstreicht Pichler. „Das Modernste auf dem Weltmarkt.”

„Der absolut richtige Weg”, findet auch Michael Lucke, der Beiratsvorsitzende der Seilbahngesellschaft. Ein Weg, der das Gesamtangebot des Skigebietes deutlich voranbringe, zeigt sich Lucke überzeugt. Die Investition von insgesamt 40 Millionen sei zwar „ein großer Schluck aus der Flasche”, werde aber ein Erfolg für die gesamte Region.

Zu dieser Einschätzung kommen auch Anne Riedler, die Tourismus-Direktorin im Kleinwalsertal und Bernhard Joachim von der Allgäu GmbH. „Eine wertvolle Erweiterung des Angebotes für die Region”, so Riedler. Und Joachim meint: „Der Tourismus im Allgäu kann nur froh sein über solche Investitionen. Wir müssen nicht größer werden, sondern besser!” Genuss, Wellness und Familienfreundlichkeit seien die Trumpfkarten. Und der Wintertourismus sei nach wie vor ein Eckpfeiler der Branche im Allgäu.

Schnell in die Gänge kommen müssen die „Macher“ am Ifen. Zum Saisonbeginn am 23. Dezember soll alles fertig sein. „Der Countdown läuft...”, sagt Andreas Gapp. Nach dem Kraftakt im Vorjahr, als in ähnlich sportlicher Bauzeit die neue Olympiabahn und Beschneiungseinrichtungen aus dem Boden gestampft wurden, sind Andreas Gapp und Augustin Kröll sicher: Wir schaffen das. In diesem Sommer fällt wegen der Bauarbeiten der Bergbahnbetrieb am Ifen aus.

gts

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