Kleinkunst-Förderverein "Klick" will weiter "frischen Wind" machen

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Die „Drahtzieher“ beim Kleinkunst-Förderverein „Klick“ plauderten über 20 Jahre Vereinsarbeit.

Immenstadt – Im Herbst des Jahrs 1997 traf sich eine Handvoll Leute in Immenstadt, mit dem ehrgeizigen Ziel, anspruchsvolle Kulturveranstaltungen im Bereich Musik, Theater, Kabarett zu organisieren.

Man gründete damals einen Verein mit dem Namen „Kulturförderung in Immenstadt für Kleinkunst, Cabaret, Konzert e.V.“, kurz und markant „Klick“. Jetzt wurde das 20-jährige Bestehen gefeiert – mit einem Konzert.

Noch im November 1997 ging das erste Konzert unter der Flagge von „Klick“ über die Bühne. Aus den bescheidenen Anfängen mit gerade einmal 20 Mitgliedern wurde nach und nach ein stattlicher Verein mit heute rund 230 Mitgliedern. Manches aus den Anfangsjahren ist gleich geblieben: Neben dem Anspruch, ein Kulturprogramm auf hohem Niveau zu bieten, zum Beispiel der Mitgliedsbeitrag von 30 Euro.

Mit einem Konzertabend, der ausschließlich Mitgliedern und deren Angehörigen vorbehalten war, feierte der Kleinkunst-Förderverein „Klick“ im Schloss in Immenstadt sein 20-jähriges Bestehen.

Nicht nur der Mitgliedsbeitrag sei seit der Gründung unverändert moderat geblieben, erinnerte sich der Vereinsvorsitzende Horst Schreiber in seinem Rückblick. Damals war es 60 D-Mark, die später kurzerhand zu 30 Euro wurden. Auch die Sorgfalt bei der Auswahl der Veranstaltungen und die familiäre Atmosphäre sei heute noch wie damals, so Schreiber. Und das werde auch so bleiben.

Mit einem Vergleich beschrieb Schreiber das Wesen des Vereins Klick. „Klick ist nicht der große Wein, aber er schmeckt sehr gut, ist bekömmlich. Man kann ihn gut öfters trinken, mit Freunden genießen - und er macht kein Kopfweh!“ Zudem sei Klick ein Wein, der den Geldbeutel schone, kam Schreiber auf die moderaten Mitgliedsbeiträge und Eintrittspreise für die Abonnenten auf den Punkt. Sein Appell: „Klick kann man bedenkenlos in jeder Menge genießen!“

Aber ohne Beitäge und guten Besuch der Veranstaltungen gehe es nicht, lenkte der Vorsitzende den Blick auf die Finanzen des Vereins. Er dankte allen Sponsoren und Förderern und nicht zuletzt auch der Stadt Immenstadt für die „ideelle und finanzielle Unterstützung“ der Kulturarbeit von Klick. Beim Thema Kulturförderung der Stadt Immenstadt konnte sich Schreiber angesichts der massiven Kürzungen den Seitenhieb nicht verkneifen: „Auch wenn es so aussieht, als wenn es immer mehr eine ideelle Unterstützung wird.“

Bürgermeister Armin Schaupp tröstete die Klick-Mannschaft dennoch mit dem Hinweis, dass die Stadt und er als Bürgermeister versuchten, dem Verein Räumlichkeiten für eine dauerhafte Nutzung zu verschaffen. Derzeit muss Klick seine Veranstaltungen an wechselnden Orten platzieren, vor allem im Museum Hofmühle. Hier sei das Platzangebot stark begrenzt und die Vorarbeiten bei jeder Aufführung sehr umfangreich, gab Horst Schreiber zu bedenken. „Ohne viele fleißige Helfer geht es nicht.“

Ein harter Kern des Vereins kümmert sich um alles rund um das Veranstaltungsprogramm von Klick. Von der Künstlerauswahl, Terminplanung und Vertragsverhandlungen bis hin zum Bühnenaufbau und der Betreuung der Künstler während und nach der Veranstaltung, ist alles in bewährten Händen, wie die schlaglichtartigen Schilderungen der Akteure zeigte. Selbst eine so grundlegende Frage eines Künstler kurz vor dem Auftritt, wo denn nun das Klavier stehe, warf die Klick-Truppe nicht um, als der Musiker spontan umgeschwenkt sei: „Dann nehme ich halt die Gitarre.“ Diese kompetente wie unkomplizierte und doch perfekt Betreuung habe dem Verein einen sehr guten Ruf im Kreis der Künstler eingebracht, ergänzte Ulrich Hüttenrauch.

„Nicht mehr wegzudenken“ sei das „feine Programm“, das Klick seit 20 Jahren auf die Beine stelle, ergänzte die Stellvertretende Landrätin Ulrike Hitzler. „Hut ab!“

Allzu lange hielt sich die Klick-Runde an diesem Jubiläumsabend nicht mit Rückblicken auf. Speziell als Jubiläumsgeschenk für Mitglieder hatte der Verein den Shooting-Star des Gypsy Swing, das Gismo Graf Trio, auf die Bühne geholt.

Josef Gutsmiedl

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