Klinik Immenstadt jetzt "am Puls"

Noch besseren „Zugriff“ auf Spitzenmedizin haben bald schon die Menschen im Oberallgäu: Die Kliniken Oberallgäu sind jetzt Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. Durch die enge Kooperation sind die Kliniken im südlichen Landkreis stets auf dem aktuellen Wissensstand. Den Auftakt der neuen Partnerschaft machen zwei junge Medizinstudentinnen, die demnächst ihr Praktisches Jahr an der Klinik Immenstadt Anfang beginnen werden.

Die Kliniken Oberallgäu sind das zehnte Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. „Ein Meilenstein in der Entwicklung zur Gesundheitsregion“, stellt der Stellvertretende Landrat des Oberallgäus, Anton Klotz, fest. Damit seien die Kliniken Oberallgäu quasi direkt an die Universität Ulm angebunden und könne Einheimischen wie Urlaubsgästen medizinische Versorgung auf höchstem Niveau anbieten. Zudem, so Klotz, könne auf diese Weise ärztliche Spitzenkräfte in der Region gehalten werden. Punkte, die auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Gebhard Kaiser, für wichtig erachtet. Den Effekt einer weiteren Vernetzung sieht Dr. Rainer Gramlich vom Oberallgäuer Hausärzteverein ganz ähnlich: „Diese Zusammenarbeit bringt junge Spezialisten an die Peripherie, aufs flache Land.“ Gramlich begrüßt den „engeren Kontakt zum Patienten“. Die Lücke zwischen dem Hausarzt und den Spitzenkräften der Uni-Klinik könnte so geschlossen werden. Vielleicht könnten so auch wieder mehr Hausärzte in die Region geholt und hier gehalten werden, hofft Gramlich auf einen weiteren Effekt der Kooperation. „Die Bevölkerung hier verdient eine anständige optimale Versorgung vor Ort. Die Menschen wollen keine anonyme Bedienung in Versorgungszentren.“ Auch die Uni-Klinik Ulm profitiere von ihren Lehrkrankenhäusern, bestätigt Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm. Die Tätigkeit vor Ort verbessere Dank der Anbindung an die Ausbildungsstätte Universität die Ausbildung der Mediziner. Das Praktische Jahr erlaube vielfältigen Einblick in die Praxis und biete eine intensive Betreuung durch erfahrene Fachärzte. Im „Gegenzug“ hätten die Lehrkrankenhäuser Zugriff auf die neuesten Behandlungstandards und die Einrichtungen der Universitätsklinik Ulm. Die Zusammenarbeit werde ständig kontrolliert, auch die Qualität der Ausbildung, so der Dekan weiter. Mit Nicole Arsoy und Regina Schmuker beginnen bereits im Februar zwei Medizinstudentinnen der Uni Ulm ihr Praktisches Jahr an der Klinik Immenstadt. „Das Konzept der Kliniken Oberallgäu hat mich bewogen, mich an dieses Lehrkrankenhaus zu bewerben“, so Nicole Arsoy zu ihrer Entscheidung. „Und natürlich auch die Gegend“, freut sie sich auf das Oberallgäu.

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