bfz und Klinikverbund Allgäu bieten generalistische Ausbildung

Sprungbrett in Pflegeberufe

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Annegret Fabry-Dorner (von links), die Leitung Produktmanagement Fach-/Berufsschulen, bfz gGmbH), Schulleiter Stefan Maurer, Matthias Fink, (Pflegedirektor Klinikverbund), und Simone Spieler (stv. Personalleitung Klinikverbund) erläutern die neue generalistische Pflegeausbildung.

Immenstadt – Ein Sprungbrett für die Ausbildung zur Pflegefachkraft bietet der Klinikverbund Allgäu jungen Menschen nun auch wohnortnah in Immenstadt an. Erstmals im September 2020 beginnt dort eine Schulklasse in die neue generalistische Pflegeausbildung.

„Wir freuen uns sehr, dass wir parallel zu unserer Berufsfachschule für Krankenpflege in Kempten nun auch in Kooperation mit dem bfz in Immenstadt künftige Pflegekräfte auf einen zukunftssicheren Beruf vorbereiten dürfen“, sagt Kliniken-Geschäftsführer Michael Osberghaus. Von den neun Schulen der bfz gGmbH in Bayern sei damit nun die achte Schule in eine Kooperation eingetreten, um für die generalistische Pflegeausbildung gerüstet zu sein, betont bfz-Geschäftsführer Wolfgang Braun. Gemeinsam mit dem Klinikverbundhabe habe man die Weichen für eine zukunftsorientierte Pflegeausbildung im Oberallgäu gestellt: „Wir freuen uns, Teil dieser Kooperation zu sein.“ 32 Schulabgänger werden für die Ausbildung im südlichen Landkreis angenommen. Noch sind Plätze frei. „Bewerbungen nehmen wir gerne entgegen“, so Schulleiter Stefan Maurer.

Der theoretische Unterricht erfolgt an der Pflegeschule in Immenstadt, die praktische Ausbildung in unterschiedlichen Pflegebereichen im südlichen Oberallgäu. Absolvieren dürfen die Azubis diese in den vielen Fachabteilungen des Klinikverbundes, ebenso in Pflegeheimen, ambulanten Diensten und psychiatrischen Einrichtungen. In den ersten beiden Jahren ist die Ausbildung für alle Teilnehmer gleich. Die Azubis haben allerdings ein Wahlrecht und können sich so spezialisieren. Vier bis sechs Monate vor Beginn des letzten Ausbildungsdrittels können sie einen Schwerpunkt setzen und damit den Abschluss mit der Spezialisierung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ oder „Altenpflege“ erwerben. Alle drei Berufsbereiche können im Zug der neuen Ausbildung nun voneinander lernen und profitieren.

Fachkräfte in der Kranken- und Altenpflege kümmern sich Tag für Tag verantwortungsvoll um die ihnen anvertrauten Menschen. Bis Anfang 2020 waren die Pflegeausbildungen getrennt geregelt, obwohl sie sich inhaltlich stark überschneiden. Im neuen reformierten Pflegeberufe-Gesetz wurden sie nun zu einer generalistischen Ausbildung zusammengefasst. Diese dauert drei Jahre (Voraussetzung Mittlere Reife bzw. abgeschlossene Berufsausbildung). Nach erfolgreichem Abschluss sind die Azubis Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.

Für Interessierte mit einem qualifizierenden Abschluss der Mittelschule gibt es alternativ die Möglichkeit, eine einjährige Pflegefachhelfer-Ausbildung zu absolvieren und damit die Ausbildungszulassung zur Pflegefachkraft zu erwerben.

„Wir sind überzeugt, dass die hochwertige und abwechslungsreiche Ausbildung viele berufliche Vorteile mit sich bringt und unsere Absolventen durch ihr breitgefächertes Know-how schnell einen geeigneten Arbeitsplatz in der Pflege finden werden“, betont Matthias Fink, Pflegedirektor im Klinikverbund. Hinsichtlich Nachwuchsgewinnung und Qualität würden alle Pflegeeinrichtungen im südlichen Oberallgäu von der neuen Ausbildungsmöglichkeit in Immenstadt profitieren. Den künftigen Absolventen prognostiziert Fink beste Jobaussichten in einem spannenden und verantwortungsvollen Beruf.

Bewerbungen nehmen der Klinikverbund Allgäu über E-Mail ausbildung@kv-keoa.de und die bfz gGmbH (Schulleitung: Stefan Maurer, Telefon08323/9617-22 - E-Mail: pflegeschulen-immenstadt@bfz.de) entgegen. Voraussetzung ist die Mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. ein Mittelschulabschluss (für die Ausbildung Pflegefachhelfer/-in und darauf aufbauend zur Pflegefachkraft). Für persönliche Fragen und weitere Informationen stehen Andreas Röder vom Klinikverbund Allgäu unter Telefon 0831 / 910 – 1412 oder Stefan Maurer/Jennifer Neff von der Pflegeschule unter Telefon 08323 / 9617-0 zur Verfügung.

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