Auf dem Weg der Besserung

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Die Geschäftsführer Andreas Ruland (links) und Michael Osberghaus legten ein „äußerts erfreuliches“ Jahresergebnis vor des Klinikverbundes vor.

Kempten/Landkreis – Für ihre wohl letzte Bilanz-Pressekonferenz als Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu hätten sich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer und Landrat Gebhard Kaiser wohl keine besseren Zahlen wünschen können.

Der erwirtschaftete Überschuss der vier Kliniken hat sich im vergangenen Jahr von 110 000 auf 519 000 Euro erhöht. Der Umsatz lag bei 140,6 Millionen Euro. Angesichts der allgemein schwierigen Rahmenbedingungen sei dieses Jahresergebnis als postiv und äußerst erfreulich zu betrachten, so die beiden Geschäftsführer Andreas Ruland (Vorsitzender) und Michael Osberghaus bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Kempten. Zum Klinikverbund gehören die Krankenhäuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf. 

Hauptgrund für das gute Abschneiden des Klinikverbundes – da waren sich sowohl Aufsichtsrat als auch Geschäftsführung einig – sei die Gründung des Verbundes und die Fusion der Klinik-Gesellschaften. „Wir sind froh, dass es gelungen ist, eine wirtschaftliche Einheit zu gründen”, sagte Landrat Kaiser.” So könnten medizinische und wirtschaftliche Ressourcen besser genutzt werden. „Wir sind stolz, dass wir in einer schwierigen Phase so weit gekommen sind.” 

OB Dr. Ulrich Netzer lobte ebenfalls die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschafterebenen der Kliniken in Stadt und Landkreis. „Was Stadt und Landkreis gemeinsam gepflanzt haben, trägt Früchte”, sagte das Kemptener Stadtoberhaupt. Die Doppelspitze im Aufsichtsrat habe sich bewährt und sollte auch unter den Nachfolgern, OB Thomas Kiechle und Landrat Anton Klotz (ebenfalls beide CSU), fortgesetzt werden. „Nur im Miteinander können auch in Zukunft die Klinikstandorte weiter entwickelt werden”, so Netzer. 

Tatsächlich zeigen nach jahrelanger wirtschaftlicher Talfahrt vor allem des Kemptener Krankenhauses mittlerweile so ziemlich alle wichtigen Indikatoren nach oben. Nach Angaben der beiden Geschäftsführer wurden mit gut 41 000 Patienten im vergangenen Jahr 178 Patienten mehr behandelt als 2012. Gleichzeitig stieg der Fallschweregrad (Casemix) um 1,6 Prozent, was zu einer deutlichen Umsatzsteigerung führte (+ vier Prozent). 

Ausgebaut haben die Kliniken 2013 auch die medizinischen Angebote. So wurden am Klinikum Kempten die Hauptabteilung Neurologie und die Zentrale Interdisziplinäre Notaufnahme etabliert. In Betrieb ging auch die Schmerztagesklinik und im Ärztehaus am Klinikum haben sich Praxen für Neurochirugie, Neurologie und Pneumologie angesiedelt. „Damit können von den Patienten weitere ergänzende Angebote am Klinikstandort Kempten in Anspruch genommen werden”, freute sich Geschäftsführer Michael Osberghaus. Darüber hinaus wurden das Darmzentrum und das Pankreasezentrum und gegründet und zertifiziert. Am Krankenhaus Immenstadt gingen währenddessen eine von niedergelassenen Ärzten betriebene Gemeinschaftspraxis und eine Praxis für Onkologie in Betrieb, berichtete Osberghaus. 

Damit sei eine Versorgungslücke im südlichen Landkreis geschlossen worden, unterstrich der Geschäftsführer weiter. Die Zahl der Mitarbeiter in den Kliniken stieg nach Angaben der Geschäftsführung im vergangenen Jahr um 61 auf nunmehr über 2000. Dabei hanelte sich laut Ruland vor allem um Neueinstellungen im medizinischen Bereich. Insgesamt arbeiten im Klinikverbund mit seinen Beteiligungsgesellschaften rund 2500 Menschen.

Matthias Matz

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