Fördermillionen vom Freistaat

Symbolische Übergabe der Fördermittel des Freistaates Bayern für das neue Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie an der Hochschule Kempten, mit (von links) Prof. Dr. Horst-Christian Langowski, Institutsleiter Fraunhofer IVV; Prof. Dr. Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule Kempten, Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Prof. Dr.-Ing. Regina Schreiber, Hochschule Kempten und Joachim Wunderlich, Fraunhofer IVV, Projektverantwortliche sowie Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Kempten – Im Frühjahr 2016 fällt der Startschuss für das neue Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie in Kempten. Vergangene Woche übergaben Staatssekretär Franz Josef Pschierer und der Kemptener Landtagsabgeordnete Thomas Kreuzer in der Hochschule Kempten symbolisch die vom Freistaat Bayern für das Projekt genehmigte Fördersumme in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Die gemeinsame Einrichtung der Hochschule Kempten sowie des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV soll Partner mittelständischer Unternehmen der Region und für deren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben rund um die Themen der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie sein. Der Freistaat Bayern stellt hierfür Fördermittel in siebenstelliger Größenordnung zur Verfügung.

In der Region Allgäu/Schwaben findet sich eine Struktur von Unternehmen der Milchwirtschaft, Getränkeproduktion sowie der Abfüll- und Verpackungsindustrie, wie sie in dieser Konzentration wohl einmalig in Deutschland bzw. Europa ist. Sowohl durch klein- und mittelständische Betriebe aber auch durch global agierende Großunternehmen wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohware über den Herstellungs-, Verpackungs- sowie Transportprozess bis hin zum Endverbraucher abgebildet.

Durch eine intensive Zusammenarbeit des Bachelorstudiengangs Lebensmittel- und Verpackungstechnologie der Hochschule Kempten mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV soll der Industrie eine hervorragende Expertenbasis für Projekte im Bereich der Haltbarmachung von Lebensmitteln geboten werden.

Da das Zusammenspiel von Lebensmittelherstellung, Abfüllung und Verpackung einen maßgeblichen Einfluss auf Haltbarkeitseigenschaften hat, Unternehmen jedoch häufig nur Experten in einem der Teilbereiche haben, soll das Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie eine bislang einzigartige Plattform für übergreifende Industrieprojekte bieten. Die Hochschule Kempten fungiert als Träger des Kompetenzzentrums, Fraunhofer IVV als dessen operativer Betreiber. Kooperationspartner sind die IHK Schwaben als Initiator, der Milchwirtschaftliche Verein Allgäu-Schwaben e. V. sowie das ZLV – Zentrum für Lebensmittel- und Verpackungstechnologie e. V.

Der Freistaat Bayern stellt für die laufende Aufbauphase bis Ende 2016 insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, wovon 600 000 Euro auf den Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und 800 000 Euro auf den Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst entfallen. Am vergangen Freitag wurden die Fördermittel symbolisch von Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag an der Hochschule übergeben.

Insgesamt investiert der Freistaat bis 2020 in die Ansiedlung rund sechs Millionen Euro. Der Standort des Kompetenzzentrums für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie befindet sich in der Heisinger Straße 23 in Kempten. Derzeit laufen die Bau- und Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Der Bezug der Räumlichkeiten ist für April 2016 geplant.

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