Konfliktreiches Projekt

Thomas Frey (von rechts) und die beiden Grünen-Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart und Christian Magerl beim Ortstermin am Riedberger Horn. Foto: Heinrich Bonert

Wenig bewegt sich derzeit bei der geplanten Liftverbindung zwischen den Grasgehrenliften und Balderschwang. Das Projekt ist immer noch in der Prüfungsphase – Ergebnisse werden im Sommer erwartet. Bei einem Ortstermin am Riedberger Horn, zu dem die Oberallgäuer Grünen den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Ausschuss für Umwelt und Gesundheit im Bayrischen Landtag, Christian Magerl, eingeladen hatten, standen sich die Positionen von Befürwortern und Gegnern weiterhin unverändert gegenüber.

Der Knackpunkt: auch die aktuelle Planungsvariante berührt die Schutzzone C des Bayrischen Alpenplans. In diesem Bereich sind Erschließungen untersagt. Obermaiselsteins Bürgermeister Peter Stehle nannte die Verbindung der beiden Skigebiete „überlebensnotwendig für den Tourismus“. Er verwies auf die Schneesicherheit der Hochlage sowie die Konkurrenzsituation mit den Nachbarländern. Der Tourismus schaffe Arbeitsplätze in der Region, machte Rudi Torghele, Hotelier in Balderschwang, deutlich. „Das Ziel von Schutzgebieten ist gerade solche Eingriffe zu verhindern“, so Thomas Frey vom Bund Naturschutz. Er verwies auf die „einmalige Biotopstruktur“ und die wichtige Quellpopulation für Rauhfußhühner in diesem Gebiet. Es wäre das erste Mal in Bayern, dass die Ruhezone C wegen eines Liftprojektes in Frage gestellt wird, befürchten die Grünen einen Präzedenzfall und begründen damit – neben dem Naturschutzgedanken – ihre Ablehnung. Der Ortstermin war Auftakt zur anschließenden Diskussion in Oberstdorf, wo es grundsätzlich um die Wirksamkeit von Schutzbestimmungen im Alpenraum ging.

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