Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft: Gute Zukunft mit guter Ausbildung

"Sie haben ein ehrbares Handwerk erlernt"

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Paul Brugger (von rechts) Vize-Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, ehrte zusammen mit Kreishandwerksmeister Ulrich Kennerknecht und Landrat Anton Klotz (von links) die Innungsbesten: Lorenz Lipp, Kilian Hegele, Faustin Neher und Melanie Bach.

Fischen – Einen ganz besonderenn Tag konnten die 79 neuen Gesellinennen und Gesellen der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu in Fischen feiern: Mit der traditionellen Freisprechung von den Pflichten der Auszuzbildenden wurden sie formell in den Berufsstand aufgenommen.

Für die Innungsbesten gab es nicht nur das Zeugnis und den Gesellenbrief, sondern auch Preise der Kreishandwerkerschaft.

Ein wesentlicher Lebensabschnitt sei mit der Freisprechung und dem Abschluss der Lehre beendet, und ein nicht weniger wichtiges neues Kapitel der beruflichen Laufbahn beginne jetzt, unterstrich Kreishandwerksmeister Ulrich Kennerknecht in seiner Gratulation. „Sie haben ein ehrbares Handwerk erlernt.“

„Erfolg im Beruf hat viele Bausteine“, sagte Landrat Antoin Klotz. Neben der guten Ausbildung und dem fachlichen Rüst­zeug hätten die Berufsschulabsoventen in der Lehrzeit auch soziale Kompetenzen erworben und weiterentwickelt. Fleiß, Flexibilität, Teamfähigkeit und Innovation seien heute ebenso gefragt wie fachliches Können, so der Landrat weiter.

„Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten“, berief sich Klotz auf ein Zitat des Schriftstellers Henrik Ipsen und unterstrich die Bedeutung des „unverzichtbaren Handwerks“. Eine handwerkliche Ausbildung sei ein wertvoller beruflicher Grundstock, schütze letztlich auch vor Arbeitslosigkeit und eröffne „unglaublich viele Wege“. Klotz: „Auch in Zeiten des Wandels haben Sie eine gute Zukunft mit einer handwerklichen Ausbildung und beste Chancen, Ihre Zukunft hervorragend zu gestalten.“ Als Landrat hoffe er, dass der Berufsnachwuchs dem Allgäu treu bleibe.

79 Jungesellinnen und -gesellen wurden in der Feierstunde ins Berufsleben „entlassen“. Stärkste Gruppe mit rund 30 jungen Handwerkern waren erneut die Schreiner, gefolgt von den Zimmerleuten und weiteren Bauberufen. Vier Absolventen aus dem Jahrgang wurden als Innungssieger gewürdigt: Melanie Bach (Friseurin), Faustin Neher (Maurer), Kilian Hegele (Schreiner) und der Zimmerer Lorenz Lipp. Vier weitere Berufsschulabsolventen wurden mit dem „Dualen Förderpreis Holztechnik/Schreiner“ ausgezeichnet für den besten Schulabschluss und die beste Gesellenprüfung: Barbara Eberle, Alexandra Hartmann, Lisa Kirchgäßler und Lukas Schuh.

In einer kurzen Diskussionsrunde skizzierte Rainer Hüls von der Handwerkskammer für Schwaben die vielen Aus- und Weiterbildungsangebote der Handwerkskammer. „Ungemein flexibel“ brachte er das Spektrum der zahlreichen Möglichkeiten „weiter zu kommen“ auf den Punkt.

Josef Gutsmiedl

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