Spitzenarbeit bei der OA5

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Wettsägen zur Verkehrsfreigabe der OA 5: Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried (vorne von links) und Landrat Toni Klotz traten gegen Mathias Geiger und Roland Türk (dahinter von links) an.

Ofterschwang – Punktlandung für den Ausbau der Kreisstraße OA 5 zwischen Ofterschwang und Westerhofen. Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes konnte jetzt die Verkehrsfreigabe gefeiert werden. Ein bißchen Verspätung gab's dann bei der Einweihung doch, als alle auf den Landrat warten musste, bevor der „Schlussstrich“ gezogen werden konnte.

Ofterschwangs Bürgermeister Alios Ried, selbst stellvertretender Oberallgäuer Landrat, „verkaufte“ die Verspätung von Landrat Anton Klotz, als eine Ofterschwanger Spezialität – war doch auch der damalige Landrat, Gebhard Kaiser, zur Eröffnung des ersten Teilstücks im Herbst vergangenen Jahres ebenfalls rund eine halbe Stunde zu spät angereist. Prompt gab „der Neue“ die Schuld an der erneuten Verspätung seinem Vorgänger.

„Was ihr hier geleistet habt in dem knappen halben Jahr ist spitze!“ lobte Alois Ried die Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Unternehmen. Drei Jahre hatten die Planungen gedauert; in sechs Monaten Bauzeit wurde der zweite Bauabschnitt fertiggestellt. Die 15 betroffenen Grundeigentümer hätten unkompliziert mitgezogen und die erforderlichen Grundabtretungen akzeptiert. Und er, Ried, habe sogar seinen Urlaub kurzerhand abgeblasen, als die Bauarbeiten früher als geplant beginnen konnten.

Das Teilstück des zweiten Bauabschnittes wurde in der Länge von knapp einem Kilometer ausgebaut sowie die sogenannte Haslachbrücke erneuert. Zusätzlich wurde ein Rad- und Gehweg neu gebaut. Dadurch sei der Weg für viele Schulkinder und Fußgänger überhaupt wesentlich sicherer geworden, so Bürgermeister Ried. „Sinnvolle Projekte werden bei uns mit Vollgas umgesetzt“, meinte Ried. Der Flächenverbrauch, kam Ried auf einen Kritikpunkt zu sprechen, sei im Wesentlichen dem neuen Rad-/Fußweg geschuldet. Die neue Straße an sich sei effektiv gerade mal 17 Prozent breiter als die alte. Die Trasse der alten OA 5 sei ohnehin kaum noch in der Landschaft zu erkennen.

Und auch die Vögel, die bei den Baumaßnahmen womöglich vertrieben worden seien, so eine weitere Klage, seien längst wieder da, ergänzte Landrat Anton Klotz in seiner Bilanz des Kreistraßenbaus. Es sei nicht nur eine Frage der Sicherheit, wenn man die Kreisstraßen gut in Schuss halte. Es gehe auch um die gute Anbindung der Orte und die Infrastruktur eines wichtigen Tourismusgebietes. „Gut ausgebaute Straßen sind Wegbereiter der Entwicklung“, sagte Klotz. Rund sechs Milionen kostete der Ausbau der OA 5 zwischen Ofterschwang und Westerhofen, bei staatlichen Zuschüssen von mehr als 70 Prozent.

Josef Gutsmiedl

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