Kulturgemeinschaft Oberallgäu lässt sich nicht ausbremsen

Start in die Theatersaison

Programmheft der Kulturgemeinschaft Oberallgäu
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Nach der Jubiläumsspielzeit zum 50-jährigen Bestehen will die Kulturgemeinschaft trotz der Pandemie-Beschränkungen durchstarten mit einem niveauvollen Programm.

Oberallgäu - Verhagelt hat die Corona-Pandemie auch die Jubiläumsspielzeit der Kulturgemeinschaft Oberallgäu KGO: Das Programm zum 50-jährigen Jubiläum der KGO musste Mitte März mit den „Corona-Fall“ für Bayern abgebrochen werden. Jetzt, nach einem halben Jahr will die Kulturgemeinschaft mit der 51. Spielzeit durchstarten und bietet eine „gute Mischung“ in Immenstadt und Sonthofen.

Mitte März fiel auch für die Kulturgemeinschaft Oberallgäu der Vorhang. Landesweiter „Lockdown“ für nahezu das gesamte öffentliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben. Die wirtschaftliche Krise war es für die KGO als „Kunde“ der Theater-Agenturen und Ensembles nicht unbedingt wie Geschäftsführer Hartmut Happel und Vorsitzender Alfons Zeller bemerken. Die ausgefallenen Aufführungen gegen Ende des Jubiläumsprogrammes 2020/21 mussten schließlich nicht bezahlt werden; unterm Strich fehlten „nur“ die Tageseinnahmen. „Die meisten Abonnenten haben sogar auf Erstattung verzichtet“, sagt Zeller. Einige spendeten der Kulturgemeinschaft in dieser Situation sogar Geldsummen. Happel: „Das Vertrauen des Publikums war sehr wohltuend in dieser Phase.“

Jetzt gelte es, die Abonnenten trotz der Pandemie-Beschränkungen für kulturelle Veranstaltungen bei der Stange zu halten. Untätig war Geschäftsführer Happel nach dem ungeplanten Ende der Spielzeit keineswegs. Eine Menge organisatorischer Aufgaben musste er im Zuge der Stornierungen abarbeiten. Und sich zugleich um den Neustart kümmern, sprich: das Programm der Spielzeit Nummer 51 „basteln“. „Eine sehr, sehr zähe Sache“, wie Alfons Zeller bemerkt. Abonnenten hätten angerufen, wollten wissen, wie es weiter geht.

Und: Ob und wie Theater- und Konzertaufführungen überhaupt stattfinden könnten, war lange ungewiss und von der politischen und behördlichen Einschätzung der Pandemie-Lage abhängig. Davon hänge auch die zulässige Zahl von Besuchern ab. „Mit 300 pro Vorstellung wären wir auf der sicheren Seite“, sagt Zeller zur Belegung des Hofgartens. Zeller und Happel hoffen auf „Zukunft“ für den Hofgarten. Weitere Gespräche mit dem im März neu gewählten Stadtrat und dem neuen Bürgermeister sollen „Klarheit“ bringen. „Diese Problematik muss gelöst werden“, sagt Zeller.

Großes Symphoniekonzert

Trotz aller Schwierigkeiten, ein Symphoniekonzert will sich die KGO nicht nehmen lassen. Zeller: „Das gehört einfach dazu. Aber wenn es nicht gehen sollte, dann halt nicht...“ Für das 47. Großen Symphoniekonzert am Samstag, 8. Mai, im Hofgarten Immenstadt konnten Zeller und Happel die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg gewinnen.

„Ein gutes, gemischtes Angebot“, skizziert Hartmut Happel die Bausteine der 51. Spielzeit. Und Zeller ergänzt: „Unser Ziel ist es, gut zu unterhalten.“ Der „gesunde Mix“ mache es letztlich aus: Komödien, Theaterkrimi, Klassiker, Kindertheater – und „Die Südliche“, die schon ab 11. Oktober in der Stadthausgalerie in Sonthofen zu sehen sein wird – als „Große Südliche“. „Ein für unseren ländlichen Raum einmaliges kulturelles Angebot“, fasst der Vorsitzende das Gesamtpaket der KGO zusammen.

Auftakt der 51. Theatersaison wird das Schauspiel „Gott“ von Ferdinand von Schirach sein am Donnerstag, 15. Oktober, um 20 Uhr im Hofgarten Immenstadt.

Das gesamte Programm findet sich unter www.kulturgemeinschaft-oberallgaeu.de; Auskünfte, Karten, Abonnements unter Telefon 08323 / 9980078 und E-Mail an karten100web.de.

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