Kulturgemeinschaft Oberallgäu startet in neue Spielzeit

Imme

nstadt - Nelson Mandela, der in Südafrika erfolgreich die Apartheid bekämpfte, ist schon zu Lebzeiten zu einer legendären Figur geworden. Ron Williams, der gefeierte Star der „Martin Luther King Story“, verkörpert den Politiker in dem Schauspiel mit Musik „Die Nelson Mandela Story. Endlich frei“, mit dem die Kulturgemeinschaft Oberallgäu am 20. September ihre 41. Theatersaison eröffnen wird. „Ein durchgängig gutes Programm“, freut sich Vorsitzender Alfons Zeller auf Höhepunkte wie die Bühnenfassung des erfolgreichen Krimis „Tannöd“ oder das Schiller-Schauspiel „Die Räuber“. Neben dem Erstlingswerk des großen deutschen Dichters werden weitere Klassiker wie die Shakespeare-Komödie „Die lustigen Weiber von Windsor“ oder das übermütige Lustspiel um die verführerische „Mirandolina“ von Carlo Goldoni zu sehen sein. Aber auch mehrere neue Stücke stehen auf dem Programm. So schrieb Dagmar Papula von dem Theater „Shakespeare und Partner“ das Schauspiel über „Die Brüder Grimm“ – eine ebenso packende wie realistische Lebensbeschreibung der „märchenhaften“ Brüder Jacob und Wilhelm. Das Stück wurde von der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen („Inthega“) mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. In den beiden vorangegangenen Spielzeiten habe die Kulturgemeinschaft „ein ungewöhnlich glückliches Händchen“ bei der Auswahl der Stücke aus dem breiten Angebot der Tourneetheater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehabt, meint Geschäftsführer Gunther le Maire. Erstmals habe das eher zurückhaltende Hofgarten-Publikum stehend applaudiert. Le Maire ist davon überzeugt, dass auch die kommende Saison bei den Besuchern gut ankommen wird. „Unser Theater braucht keinen Vergleich mit anderen Häusern im Allgäu zu scheuen. Dank der Tourneetheater können wir sogar Weltstadt-Schauspieler präsentieren.“ Die Eintrittspreise, niedrig im Vergleich zu anderen Theatern, seien gleich geblieben, die Situation in der Hofgarten-Stadthalle sei akzeptabel: „Die Halle ist wieder voll verdunkelt, die Akustik ist so weit in Ordnung, dass Spitzentheater gespielt werden kann.“ Außerdem sei sicher gestellt, dass der Hofgarten für die gesamte Spielzeit zur Verfügung steht. „Selbstverständlich“, so der Geschäftsführer, „sehen wir die dringende Notwendigkeit, dass der Hofgarten wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt wird, kostengünstigst und ohne die Spielsaison zu berühren.“ Wer keine der neun Aufführungen zwischen September 2009 und Mai 2010 verpassen will, sollte einfach ein Abonnement erstehen, empfiehlt le Maire. Das Abonnement sei insgesamt um rund 40 Prozent günstiger als neun Einzelkarten und ermögliche einen selbst gewählten „Stammplatz“ für die Saison. Das Anstehen an der Kasse entfalle, die Karte sei übertragbar. Außerdem werden mit dem Abo Ermäßigungen für das Theater in Sonthofen und die Veranstaltungen der Gesellschaft „Freunde der Musik“ erworben. Die Abonnements gibt es in der Gästeinformation Immenstadt, Telefon 08323/914-176. hf

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