Qualität und Kontinuität

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Das Preisträger-Trio der diesjährigen „Südlichen“ mit (von links) Stefanie Siering, Bertram Schilling und Nina Schmidbauer.

Zum Auftakt der Ausstellung „Die Südliche 2018“ standen drei Preisverleihungen im Mittelpunkt. „Die Südliche“ wird von der Kulturgemeinschaft Oberallgäu ausgerichtet. 32 Künstler bieten in der Villa Jauss mit jeweils vier selbst ausgewählten Werken Einblicke in das künstlerische Schaffen der Region.

„Moderne Kunst bringt uns ästhetisches Denken bei“, unternahm die Zweite Vorsitzende Dr. Magdalena Willems-Pisarek der Kulturgemeinschaft einen philosophischen Ausflug zu dem Thema: Was dem Betrachter gefällt und was nicht. „Künstler sind Vorreiter – sie sagen uns etwas Neues“, riet sie den Besuchern, die Künstler auf ihre Werke anzusprechen. Es sei eine gesunde Notwendigkeit, sich auf etwas Neues einzulassen.

Den Preis des Landkreises Oberallgäu – überreicht durch Landrat Anton Klotz – erhielt der renommierte Künstler Bertram Schilling, der zwischen Stockholm und Sonthofen pendelt, für seine Berg- und Landschaftscollagen. In einer Zeit, wo alles schnelllebiger wird, seien Qualität und Kontinuität der Ausstellung erholsam und ermutigend, lobte Klotz „Die Südliche“ als Fixpunkt im Kunstbetrieb der Region. Für das Allgäuer Überlandwerk überreichte Prokurist Jürgen Herrmann den Preis. Er ging an Nina Schmidbauer aus Bad Hindelang für ihr Objekt „Schein“ aus Stahl, Kunstharz und Wachs. „Kunst lehrt uns das Miteinander“, spannte er den Bogen von der Energieerzeugung in der Region zur Kunst.

Das aus vier Bildern bestehende Werk von Stefanie Siering „Kinderspiele“ (Druckgrafik auf Holz) gewann den Preis „Erster Ankauf“ der Sparkasse Allgäu. „Die Künstlerin möchte mit ihren Bildern die Vergangenheit in die heutige Zeit zurückholen“, so Heribert Schwarz vom Vorstand. Er lobte die kreative Auseinandersetzung der Künstler mit Vergangenheit und Zukunft. Das Werk soll einen Ehrenplatz in der Sparkassen-Filiale in Sonthofen bekommen. Historischer Gast ist in diesem Jahr die Oberstdorfer Malerin Anna Jäger.

Die Ausstellung ist in der Villa Jauss noch bis zum 18. November zu den Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag 15 bis 18 Uhr und Samstag/Sonntag von 11 bis18 Uhr zu sehen.

hb

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