Geld fürs Klima

Landkreis Oberallgäu will den »Masterplan Klimaschutz« vorantreiben

Photovoltaikanlage
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Der Landkreis will eine eine Demo-Photovoltaikanlage losgeschicken, um Vorteile für Privathaushalte zu vermitteln

Oberallgäu – Beim Klimaschutz vor Ort will der Landkreis Oberallgäu weiter vorankommen. Der Kreistag soll die erforderlichen Mittel im Haushalt 2022 einstellen.

Thorsten Metke, der neue Klimaschutzbeauftragte des Landkreises skizzierte in der jüngsten Ausschusssitzung das Maßnahmenpaket für die kommenden Jahre und deutete an: Das „Dreieck“ Mobilität, Energie und Kommunikation müsse dabei „ganzheitlich bespielt“ werden.

Die Palette der Aktivitäten reicht dabei von der aktuellen Informationskampagne Wärmewende über die Fortführung der Solaroffensive im Landkreis, bis zur Weiterentwicklung der Energieallianz und den Ausbau bisheriger Aktivitäten. Mit im Boot sollen Kommunen und Unternehmen genauso sein wie Privathaushalte.

Viele alte Heizanlagen

„Nur mit den Kommunen geht es voran“, meint Thorsten Metke. Kreisrat Hugo Wirthensohn (Freie Wähler) erinnerte an das Wärmekataster. Gerade im Gebäudealtbestand in vielen Ortskernen gebe es noch viele alte Heizanlagen. Man müsse auf regenerative Möglichkeiten hinwirken, etwa Photovoltaik oder moderne Holzfeuerungen.

Aufzeigen sollen die Initiativen die möglichen Energie- und Sparpotenziale. So soll eine Demo-Photovoltaikanlage losgeschickt werden, um Vorteile für Privathaushalte zu vermitteln. Auch Widerstände gegen Windkraftanlagen müsse man dem Klimaschutzbeauftragten zufolge abbauen. Das bedeute allerdings, räumt Metke ein: „Dicke Bretter bohren.“ Überhaupt seien Information und Kommunikation wesentliche Elemente aller Aktionen und Kampagnen.

Kein Geld für „HyAllgäu Wasserstoffregion“

Erfolgreiche Aktionen wie das „Stadtradeln“sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt Kempten zu einem größeren regionalen Event weiterentwickelt werden, meint Metke weiter.

Der Kreistag soll dem Ausschuss zufolge neben den bereits eingestellten Mitteln für laufende Maßnahmen die Kosten für die Umsetzung der weiteren Aktivitäten in den Landkreis-Haushalt für das Jahr 2022 einplanen. Unterm Strich mithin 115.000 Euro. Andererseits sieht der Etatplan eine Ausgabenminderung vor, etwa beim Projekt „HyAllgäu Wasserstoffregion“ oder bei der qualifizierten Baubegleitung. Beides wird vorerst nicht mehr unterstützt.

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