Geld für Kulturgut

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Der „Schatz“ der zahllosen historischen Aufnahmen aus dem Archiv des Fotohauses Heimhuber soll im Heimathaus Sonthofen in Ausstellungen präsentiert werden.

Das Heimathaus Sonthofen soll in den kommenden Jahren erweitert und umgebaut werden. In diesem Zuge will die Stadt Sonthofen auch den „Schatz“ der historischen Fotografien aus dem Fotohaus Heimhuber adäquat unterbringen.

Die Stadt Sonthofen will außerdem Möglichkeiten schaffen, die zeitgeschichtlichen Aufnahmen aus dem Archiv der Fotografen-Familie Heimhuber in Dauer- und Wechselausstellungen zu präsentieren. 

Der Landkreis Oberallgäu wird über das Projekt „Visuelles Gedächtnis Allgäu“ die Stadt bei dem Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe 200 000 Euro unterstützen. „Wir haben den Schatz gehoben und wollen ihn nun nicht im Keller verschwinden lassen“, meinte Sonthofens Erster Bürgermeister und erinnerte an das Projekt „Visuelles Gedächtnis Allgäu“. 

Ziel des mit EU-Fördermitteln auf den Weg gebrachten Projektes ist die dauerhafte Sicherung des umfangreichen Archivs des Fotohauses Heimhuber in Sonthofen. Dabei werden die zahllosen im Keller aufgefundenen photografischen Glasplatten aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich gesichert, digitalisiert und archiviert. Im Zuge der geplanten Erweiterung und des Umbaus des Sonthofer Heimathauses soll ein spezieller Bereich geschaffen werden, wo diese zeitgenössischen Fotografien der Fotografen Heimhuber dauerhaft fachgerecht gelagert und in Dauer- und Wechselausstellungen präsentiert werden können. 

Um die Kosten von rund 9 Millionen Euro für die Museumserneuerung aufzubringen, will der Landkreis Oberallgäu 200 000 Euro zur Finanzierung beisteuern und die Einrichtung eines Depots und die künftige Präsentation unterstützen. „Eine tolle Geschichte. Die Fotografen Heimhuber haben in ihren Fotografien einen wesentlichen Teil des Oberallgäus dauerhaft festgehalten und einmalige Dokumentationen von Land und Leuten geschaffen. Das ist unbedingt erhaltenswert“, unterstrich Landrat Anton Klotz in der Beratung des Kreisausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Umwelt und Verkehr. 

Kreisrat Armin Ländle regte an, zu prüfen, ob womöglich auch das Archiv des Immenstädter Fotohauses Zeller in das Projekt „Visuelles Gedächtnis Allgäu“ einbezogen werden könne. Es handle sich um eine „ganz ähnliche Situation“ was die Bewahrung von einmaligen historischen Fotografien angehe. Eine „Gleichbehandlung“ bei der Unterstützung sei angebracht. Sonthofens Bürgermeister Bürgermeister Wilhelm regte an, zu klären, wie mit beiden Archiven umgegangen werden solle.

gts

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