Front gegen den Biber

Dr. Leopold Herz (links) und der Vorstand des Alpwirtschaftlichen Vereins AVA, Franz Hage, wollen die Biberproblematik durch regulierende Eingriffe in den Griff bekommen.

Oberallgäu – In vielen Gemeinden des Oberallgäus gibt es große Probleme mit der ungebremsten Ausbreitung des Bibers. Besonders betroffen sind Fischen und Altusried. Die Schäden, die Biber verursachen, haben enorm zugenommen, so der Allgäuer Landtagsabgeordnete Dr. Leopold Herzn.

Nachfragen haben ergeben, dass für den Landkreis Oberallgäu im Jahr 2016 nur sechs anerkannte Schadensfälle mit einer Schadenssumme von knapp 4 500 Euro gemeldet worden sind. Dr. Herz weiß aus vielen Gesprächen mit Allgäuer Land- und Forstwirten, dass diese die Biberschäden nicht melden, weil die Entschädigung zu gering sei und sich der Bürokratieaufwand dafür nicht lohne. Darüber hinaus entstehen viele Biberschäden an Uferstreifen von Gewässern, die in staatlichem Besitz sind und von den jeweiligen Wasserwirtschaftsämtern behoben werden. Diese Schadensbeseitigung werde leider nicht gesondert erfasst.

Der Landtagsabgeordnete hat die Biberproblematik mit Franz Hage, Erster Vorstand des Alp- wirtschaftlichen Vereins AVA diskutiert. Beide sind sich einig, dass es im Oberallgäu in der jetzigen Situation im Rahmen eines Bibermanagements die Möglichkeiten für die Entnahme geben muss. Dabei ist es ihnen wichtig, dass wieder ein Gleichgewicht hergestellt wird auf ein erträgliches Maß und die Biber keinesfalls ausgerottet werden. Dem Biber ist Lebensraum zur Verfügung zu stellen, doch der regulierende Eingriff muss möglich sein. Der Landkreis Oberallgäu plant, ein Bibermanagement zu etablieren.

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