Trauer um Adi Sprinkart

Reaktionen auf Sprinkarts Tod

Oberallgäu – Der Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart (Grüne) wurde am Freitag tot auf seinem Bauernhof in Niedersonthofen aufgefunden. Sprinkart hat sich offenbar selbst das Leben genommen. Am Montag wäre er 60 Jahre alt geworden.

Zu den Hintergründen von Sprinkarts Tod ist bislang noch nichts bekannt. Landtagspräsidentin Barbara Stamm zeigte sich der Süddeutschen Zeitung zufolge "erschüttert" und bestätigte, dass Sprinkart nichts mit der Familienaffäre bayerischer Landtagsabgeordneter zu tun habe. 

Medienberichten zufolge soll der Grüne noch eine große Party zu seinem 60. Geburtstag geplant haben. „Wir haben gerade eben die Nachricht erhalten, dass Adi Sprinkart heute tot aufgefunden wurde. Nach bisherigen Informationen scheint er sich das Leben genommen zu haben“, heißt es in einer ersten Stellungnahme der Münchner Fraktionsspitze um Vorsitzende Margarete Bause. 

„Wir sind zutiefst bestürzt und trauern um einen wunderbaren und geschätzten Kollegen," so Bause weiter. Der Tod von Adi Sprinkart sei ein großer menschlicher und politischer Verlust für alle. Der Grüne Kreisverband Oberallgäu zeigte sich "erschüttert und tieftraurig. Er war offen und geradlinig und tief in seiner Allgäuer Heimat verwurzelt." "Wir verlieren mit Adi Sprinkart einen mutigen und engagierten Kämpfer der grünen Idee in Bayern, der große Sympathien bei den Menschen genoss," so die Bundesvorsitzenden der Grünen, Claudia Roth und Cem Özdemir.  „Ich bin schockiert und völlig fassungslos“, sagte der Kemptener Grünen-Fraktonschef Thomas Hartmann am Freitag gegenüber dem Kreisboten. 

Die Bestürzung über den Tod Sprinkarts geht über die Parteigrenzen hinweg. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Harald Güller, erklärte, mit Sprinkart sei ein herausragender Parlamentarier gestorben, der "niemals die Bodenhaftung verloren hat und viel für sein Allgäu und die ökologische Landwirtschaft getan hat." Sprinkart sei über die Fraktionsgrenzen für viele ein guter Freund gewesen. "Ohne ihn ist das Parlament weniger lebendig." "Adi Sprinkart war einer der gradlinigsten und aufrechtesten Politiker aus dem Allgäu,", erklärt die Oberallgäuer SPD auf ihrer Homepage. Er sei immer bereit gewesen, über die Parteigrenzen hinaus zusammenzuarbeiten. 

Adi Sprinkart war seit 1984 Mitglied bei den Grünen. Seit 1997 war er Mitglied des Bayerischen Landtags. Dabei war er tätig als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und als Mitglied des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes. 

Matthias Matz und Eva Veit

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