Klarer Sieger in Oberstdorf

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Freudestrahlend nahmen Laurent Mies und seine Frau Petra die Glückwünsche zur Wiederwahl entgegen.

Oberstdorf - Überraschend klar wurde Laurent Mies (Freie Wähler) mit 66,32 Prozent der Stimmen schon im ersten Wahlgang im Bürgermeisteramt bestätigt.

Weit abgeschlagen die beiden Herausforderer Fritz Sehrwind (CSU) mit 21,31 Prozent und Stephan Thomae (Allianz für Oberstdorf/FDP) mit 12,37 Prozent, die deutlich unter ihren Erwartungen blieben. Die Wahlbeteiligung in Oberstdorf betrug 62,15 Prozent. 

Mies war vor sechs Jahren mit 59 Prozent ins Amt gekommen und konnte sein Ergebnis von 2008 sogar noch steigern. Bis zuletzt wurde mit harten Bandagen gekämpft und dem Bürgermeister massive Versäumnisse bei der Entwicklung der Gemeinde vorgeworfen. Der Streit ging zuletzt vor allem um die Finanzsituation und die Verschuldung der Gemeinde. 

Großer Beifall im Oberstdorf Haus als der neue und alte Bürgermeister vor das Mikrofon ging und sich für seinen Wahlsieg bedankte. „Ich bin sehr zufrieden“, sieht Mies das Ergebnis als Bestätigung seiner Politik. Er habe zwar auf einen Erfolg im ersten Durchgang gehofft, aber mit so einem deutlichen Vorsprung nicht gerechnet. Die Arbeit von Gemeinderat, Verwaltung und Bürgermeister seien belohnt worden. „Ich freue mich auf die nächsten sechs Jahre“, möchte Mies mit allen Fraktionen zusammenarbeiten um breite Mehrheiten für Entscheidungen zu erreichen. 

Enttäuschung dagegen bei den beiden anderen Kandidaten. „Das Ergebnis habe ich in dieser Form nicht erwartet“, so Sehrwind. Die CSU habe mit ihm an der Spitze einen fairen Wahlkampf geführt. „Es gibt eine Fülle von Gründen, die zu dem Ergebnis geführt haben“, so Thomae. Er habe leider trotz großem Einsatz mit seinen Vorschlägen die Oberstdorfer nicht überzeugen können. Diese seien wohl mit der Arbeit des Amtsinhabers zufrieden. „Für mich ging es um die Sachthemen“, sprach er einem professionellen Wahlkampf seines Teams. 

Riesenfreude auch beim Vorsitzenden und Fraktionschef der Freien Wähler Gerhard Schmid: „Wir sind begeistert, dass die Wähler sich so deutlich für unseren Kandidaten entschieden haben“, sieht er das Ergebnis als Auftrag die Arbeit ohne Unterbrechung weiter zu führen. 

Der neue Gemeinderat – von 24 auf 20 Sitze geschrumpft – setzt sich folgendermaßen zusammen: FW und CSU je 6 Sitze, UOL 3 Sitze, Grüne und AO/FDP je 2 Sitze und SPD 1 Sitz.

Heinrich Bonert

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