Geschäft mit der Molke: Sennerei Gunzesried setzt auf Bakterien

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Im Rahmen der diesjährigen „Leader-Konferenz“ diskutierten die Vertreter vieler „Lokalen Aktionsgruppen“ über die vielfältigen Erfahrungen mit „ihren Projekten“ der Regionalentwicklung.

Im Anschluss an den Erfahrungsaustausch, den Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in Wildpoldsried eröffnet hatte, besuchten die Vertreter der Aktionsgruppen einige Leader-Projekte im Oberallgäu.Eine Station war das Projekt „Molkeverwertung zur Gewinnung von Prozessenenergie“ der Sennereigenossenschaft Gunzesried. Dort wurde die bei der Käseherstellung anfallende Molke zunehmend „lästig“ und die Suche nach einer sinnvollen Verwertung immer drängender, wie Peter Haslach (Bildmitte) von der Vorstandschaft der Genossenschaft die Situation skizzierte. Nach einigen Überlegungen setzte die Sennerei auf eine innovative Lösung: Statt auf die klassische Nutzung als Schweinefutter zu bauen (sogar ein eigener Stallneubau war kurzzeitig im Gespräch), sollten spezielle Bakterien „das Geschäft mit der Molke“ übernehmen. In einem kleinen „Bio-Reaktor“ zersetzen die Tierchen seit etwa drei Jahren die anfallende Molke, täglich rund 2000 Liter, zu Methangas und Abwasser, das geklärt entsorgt werden kann. Das gewonnen Gas wird im hauseigenen Produktionsablauf eingesetzt und kann je nach Jahreszeit zwischen 75 und 95 Prozent der benötigten Energie liefern. „Ein bisschen stolz sind wir auf diese Anlage schon“, so Peter Haslach. Die Leader-Förderung durch die EU in Höhe von rund 90.000 Euro habe der Genossenschaft „gut getan“, die Investition in Höhe von rund 360.000 Euro zu schultern.

gts

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