Ehrung für Oberallgäuer Stammzellenspender

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Zusammen mit Sonthofens Dritter Bürgermeisterin Ingrid Fischer (rechts) dankte Landrat Anton Klotz (von links) den Stammzellenspendern aus Sonthofen und Blaichach Marcus Waibel, Markus Miller, André Goetz, Jürgen Schardinger, Alexandra Huber und Heinrich Haberstock.

Im Landratsamt Oberallgäu wurden rund 30 Oberallgäuer geehrt, die sich in den vergangenen Jahren als Stammzellenspender nicht nur registrieren ließen, sondern tatsächlich einem an Leukämie erkrankten Menschen die Chance auf ein neues Leben schenkten – in Form einer Knochenmarkspende.

elt“ sei gar nicht so weit hergeholt, erläuterte der Vorstand der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern AKB, Dr. med. Hans Knabe. In der Tat könne eine erfolgreiche Knochenmarkspende einem an Leukämie erkrankten Menschen ein „zweites Leben“ schenken. „Eine großartige Chance für die Erkrankten, falls ein passender Spender zur Verfügung steht.“ Ein Thema, das von „immenser Bedeutung“ sei, so Knabe weiter.

Als Stiftungsvorstand danke er anlässlich der Ehrung im Landratsamt den Spendern nicht zuletzt auch im Namen der Patienten und ihrer Angehörigen. „Es ist kaum in Worte zu fassen, was Sie mit der Spende ermöglichen.“ Ihm selbst und der Stiftung sei es zudem wichtig, den Vertretern der örtlichen Politik zu zeigen, dass in der Region Menschen lebten, die bereit seien, auf diese Art Leben zu retten. Daher könne man die Spender guten Gewissen sals „echte Lebensretter“ bezeichnen, betonte Dr. Knabe.

Rund 30 Stammzellenspender aus dem Landkreis waren nach Sonthofen zu der Ehrungsfeierlichkeit eingeladen worden. Einige davon haben sich der Prozedur der Knochenmarkspende schon zum wiederholten Male unterzogen. „Sie waren bereit, ein Stück zu geben, um anderen zu helfen“, brachte Landrat Anton Klotz seinen Respekt gegenüber den Stammzellenspenderinnnen und -spendern auf den Punkt. „Unser Stärke sind Menschen wie sie!“ Diese besondere Einstellung sei keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr stehe sie gelebte Solidarität, für Menschlichkeit und Mitgefühl. „Für mich und uns alle sind Sie Heldinnen und Helden.“

Von seinen Erfahrungen mit der Erkrankung und vielen Wochen und Monaten zwischen Hoffen und Bangen berichtete Joachim Kienzler. Im Jahr 2009 war im Zusammenhang mit der Leukämie-Erkrankung seines damals wenige Monate alten Sohnes im Allgäu die „Aktion Luis“ gestartet worden. Mehr als 8000 Menschen ließen sich daraufhin typisieren und mehr als 100 davon wurden Stammzellenspender. Luis verstarb trotz Knochenmarkspende wenige Jahre später. „Bei aller Traurigkeit: Durch die Aktion wurde auch anderen Menschen geholfen. Das hat uns stolz und glücklich gemacht“, so Kienzler.

gts

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