Leer ausgegangen

FDP beklagt Beschränkungen für Hotellerie

+
Symbolbild

Oberallgäu – Die Freien Demokraten in Schwaben kritisieren, dass bei der Lockerungsstrategie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie der Bayerischen Staatsregierung Hotellerie und Gastronomie leer ausgehen sollen.

„An den Küsten im Norden, und im Süden vom Schwarzwald über die Bodenseeregion bis zu den Alpen leben ganze Gemeinden vom Tourismus. Warum dürfen nur kleine Verkaufsgeschäfte bis 800 qm oder bestimmte Branchen wieder öffnen, andere Sparten aber nicht?“, fragt der schwäbische FDP-Bezirksvorsitzende Stephan Thomae aus Kempten. „Es kommt doch darauf an, ob bestimmte Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder Hygienevorschriften eingehalten werden, und nicht darauf, welche Waren angeboten werden oder wie groß die Verkaufsfläche ist. In großen Geschäften lassen sich Abstandsregeln mindestens so gut einhalten wie in kleinen.“ Auch eine Vermietung von Ferienwohnungen sei unter infektionsmedizinischen Auflagen kein Problem.

Thomae fordert deshalb eine an nachvollziehbaren Sachkriterien orientierte Öffnungsstrategie: Demnach sollten nicht nur systemrelevante Branchen öffnen dürfen. Auch alle anderen Branchen, darunter Gaststätten und Hotels, sollten durch ein entsprechendes Konzept den Nachweis erbringen können, dass sie die Schutzregeln einhalten, und dürfen dann wieder öffnen. Hinsichtlich der Gastronomie und Hotellerie weist Thomae darauf hin, dass die jetzt in Kurzarbeit geschickten Mitarbeiter in dieser Branche besonders hart getroffen würden. Denn vor allem im Service stellten die Trinkgelder, die nicht der Einkommenssteuer unterliegen, für viele Beschäftigte ein zweites Gehalt dar mit dem fest kalkuliert werde. Thomae fordert eine Diskussion über eine Mehrwertsteuerabsenkung auf 7 Prozent für Bewirtungsleistungen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona-Virus: Aktuell sind 30 Personen im Oberallgäu und Kempten infiziert
Corona-Virus: Aktuell sind 30 Personen im Oberallgäu und Kempten infiziert
SoLaWi lädt zum ersten Erntedankfest in Greggenhofen ein
SoLaWi lädt zum ersten Erntedankfest in Greggenhofen ein
Caritas Sonthofen bittet um Kleiderspenden
Caritas Sonthofen bittet um Kleiderspenden
Corona-Virus: Aktuell sind 35 Personen im Oberallgäu und Kempten infiziert
Corona-Virus: Aktuell sind 35 Personen im Oberallgäu und Kempten infiziert

Kommentare