Leichtathletik-Nachwuchs des TV Immenstadt lässt sich nicht ausbremsen

Bärenstarke Jahresbilanz

Alina Wegscheider
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Alina Wegscheider

Immenstadt – Stillstand im Sportbetrieb: Gelegenheit Bilanz zu ziehen für ein außergewöhnliches Wettkampfjahr 2020, das durch die Corona-Pandemie stark eingeschränkt war. Trotzdem nahmen es einige Sportlerinnen und Sportler des TV Immenstadt auf sich, weit zu Reisen, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Nachdem keine Kreis-Titelkämpfe – außer den Hammerwurfmeisterschaften in Trauchgau – stattfanden, schlug sich das Miniaufgebot des TV Immenstadt in Schwabmünchen, Friedberg und Aichach bei den Schwäbischen, mit sechs Titeln recht beachtlich. Was auch mit 36 Eintragungen – davon vier Jahresbestleistungen – in der Bezirksbestenliste seinen Niederschlag findet. Noch besser sieht die Bewertungsskala auf Kreisebene aus: hier führen sie in 12 Disziplinen die Bestenliste überlegen an.

Zum Senkrechtstarter des Jahres 2020 zählt aber der 17-jährige Felix Schneider, der über 100 Meter und im Weitsprung eine Galavorstellung ablieferte. Obwohl er als Debütant seine ersten Wettkämpfe bestritt, verbesserte er seine Leistungen laufend und stand plötzlich im Rampenlicht. Der furiose Auftakt gelang ihm in Schwabmünchen mit einem überraschenden Sieg im Weit-sprung, wo er mit hervorragenden 6,05 Metern zum ersten Mal die 6-Meter-Marke übersprang und damit seinen ersten Schwäbischen Titel holte. Diese Weite bedeutete gleichzeitig neue Allgäuer Jahresbestleistung, die im Wettkampfjahr 2020 keiner mehr übertreffen sollte.

Nur eine Woche später holte er zu einem weiteren großen Schlag aus, als er in Friedberg bei den Bezirksmeisterschaften im 100 Meter-Finale sensationelle 11,85 Sekunden lief und damit zum ersten Mal deutlich die 12,0 Sekundengrenze unterbot, was ihm überraschend Platz 3 einbrachte. Das Wochenende perfekt machte er aber als Schlussläufer der 4 x 100 Meter-Staffel und 4 x 400 Meter Mixed-Staffel, die er überlegen zum Sieg führte und somit seinen zweiten und dritten Schwäbischen Titel sicherte. Nach diesen Erfolgen wandelt er bereits in den Spuren seiner erfolgreichen Mutter Elvira Mayer, die von 1987 bis 1999 insgesamt 49 Meistertitel für den TV Immenstadt einfuhr und bis heute Allgäuer Jugend-Rekordhalterin der U20 über 400-Meter Hürden mit 61,65 Sekunden ist.

In seinem Sog steigerte sich sein Vereinskollege Pascal Eß und stellte mit 12,23 Sekunden über 100 Meter, 5,63 Meter im Weitsprung, 1,64 Meter im Hochsprung und 9,42 Meter im Kugelstoßen vier neue persönliche Bestleistungen auf, was ihm die Ränge 2 bis 5 in der Allgäuer Bestenliste einbringt. Weiter war er immer ein sicherer Garant für gute Leistungen und verhalf den TVI-Duos in den Mixed-Staffeln die Gesamtsiege einzufahren.

Einen weiteren Glanzpunkt setzte die 17-jährige Nadine Willer mit ihren Siegen und Titeln über 800 Meter und 1 500 Meter. Damit ist sie die erste Immenstädterin, der es gelang beide Mittelstrecken in einem Wettkampfjahr zu gewinnen.

Mit fünf Eintragungen ist die vielseitige und talentierte Jana Schmid am häufigsten vertreten. Überlegen nimmt sie über die Stadionrunde in guten 64,19 Sekunden, im Speerwerfen und mit der 4 x 400 m Mixed-Staffel Rang 1 ein, verfehlte diesen aber mit ihren Leistungen im Hoch- und Weitsprung nur ganz knapp und landete damit auf Platz 2.

Amelie Gütt

In der Klasse U20 ist es Amelie Gütt, die mit glänzenden 31,64 Metern im Speerwerfen Rang 2 - und über die Stadionrunde Platz drei einnimmt.

Einen kometenhaften Aufstieg gelang der 14 jährigen Rauhenzellerin Alina Wegscheider in Schwabmünchen in ihrer Paradedisziplin, dem Speerwerfen. Mit bärenstarken 33,22 Meter stellte sie nicht nur neue Vereinsrekorde in den Klassen W15 und U18 auf, sondern schob sich in der Ewigen Kreisbestenliste auf Platz vier vor und führt damit überlegen mit neuer Allgäuer Jahresbestleistung die Kreisbestenliste an, was auf Landesebene Platz 9 bedeutet

Weiter auf Erfolgskurs war erwartungsgemäß ihre gleichaltrige Vereinskollegin Nicole Mörstedt aber in der Klasse W14. Besonders hervorzuheben waren ihre 5,04 Meter im Weitsprung, wo sie mit Schwäbischer Jahresbestleistung ihren 12. Titel sicherte. Weiter stellte sie im Speerwurf mit 30,16 Metern und im Diskuswerfen mit 24,88 Metern Vereinsrekorde auf, was jeweils Niederschlag in den Bestenlisten von Kreis- bis zur Landesebene findet.

Mit Ronja Weimert, Nicole Ruess, Marissa Fritzsche, Hannah Jung, Lone Lucke, Lona Reichert und Max Müßler stehen weiter eine große Anzahl von talentierten und trainingsfleißigen Athleten bereit. Sie alle warten nur auf ihren Einsatz im Wettkampfbetrieb, der aufgrund der Pandemie-Beschränkungen und zu großem Trainingsrückstand bisher nicht erfolgen konnte.

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