Landschaft erhalten - Flächenfraß stoppen

Die Grünen Landtagsabgeordneten Ulli Leiner (links) und Thomas Gehring beim Grünen Lichtmesstreffen.

Kempten – Bessere Bedingungen für Wohnen und Arbeiten in den Orten statt ständig neuer Baugebiete auf der grünen Wiese – das war die zentrale Forderung beim Grünen Lichtmesstreffen in Kempten.

Die Grünen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring und Ulli Leiner hatten zu ihrem alljährlichen Lichtmesstreffen eingeladen, um über den überhandnehmenden Flächenverbrauch und Möglichkeiten zur Eindämmung zu diskutieren.

„Das Allgäu ist eine Landschaft mit ganz eigenem Charakter. Diese Kulturlandschaft schafft Identität für die Allgäuer und macht den Reiz des Allgäus aus. Für den Tourismus und selbstverständlich als Ort, an dem Menschen gern leben“, machte Thomas Gehring deutlich. Nicht nur Hügel und Berge, grüne Wiesen und Viehweiden, Wälder und Seen seien typisch für das Allgäu, sondern auch die Siedlungsstruktur mit Dörfern, Einödhöfen und kleinen Städten.

Als Experten zum Thema brachten auch Franz Schröck vom Architekturforum Allgäu, Thomas Frey vom Bund Naturschutz sowie Markus Kennerknecht ihre Impulse und Informationen in die Diskussion ein. „Bei einem derzeitigen Flächenverbrauch von 18 Hektar pro Tag in Bayern geht rechnerisch alle zwei Tage die Fläche eines Allgäuer Bauernhofes unter Beton und Teer verloren“, machte Ulli Leiner den Handlungsdruck deutlich. Weiter führte er aus: „Mit einer guten Dorfentwicklung lässt sich der Flächenverbrauch minimieren.“ Gehring und Leiner waren sich mit den Teilnehmern der Diskussion und den Experten der Veranstaltung einig, dass der Erhalt und die Gestaltung der charakteristischen Allgäuer Landschaft nur möglich ist, wenn schnellstens geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Am Ende der Veranstaltung wurde dazu eine Allgäuer Resolution verabschiedet, die in vier zentralen Forderungen dem zunehmenden Flächenverbrauch entgegenwirken will.

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