Wertach wieder »am Netz«

Lokale Zusammenarbeit: Schönegger Käse-Alm übernimmt Sennerei in Wertach

Heumilchbauern
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Neustart in Wertach: Das Schönegger Käse-Alm-Team mit Geschäftsführer Sepp Krönauer (vorne 2. von links) und die Wertacher Heumilchbauern sind froh über die Wiederbelebung der traditionellen Sennerei.
  • VonLena Fuhrmann
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Wertach – Ende März übernahm die Schönegger Käse-Alm der Familie Krönauer das Ruder der Sennerei in Wertach. Seit 1. Juli liefern nun auch sechs Bauern aus dem Ort ihre wertvolle Heumilch dorthin.

„Von Anfang an war es mein Bestreben, mit den Heumilchbauern der Gemeinde zusammenzuarbeiten und ich freue mich, dass uns das jetzt gelungen ist“, erklärt Geschäftsführer Sepp Krönauer. „Schließlich sind die vielen bäuerlichen Familienbetriebe in der Region die Basis für eine naturnahe und nachhaltige Milchproduktion – und damit auch für unsere hervorragenden und hochwertigen Heumilchprodukte und Käseschmankerln.“

In Wertach werden in den kommenden Monaten die Produktionskapazitäten der Schönegger Käse-Alm sowie das Produktsortiment erweitert. So sollen hier mit der Heumilch der regionalen Landwirte ursprungsgeschützte Käse des Allgäus hergestellt werden. Diese werden dann unter anderem im Wertacher Sennereiladen verkauft, der mit der Übernahme der Familie Krönauer Ende März wiedereröffnet wurde und sich vonseiten der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut.

Wertach hat viel Standortpotenzial

„Wir sehen viel Potenzial in der Sennerei Wertach, daher werden wir weiter in den Standort investieren und ihn laufend weiterentwickeln“, erläutert Sepp Krönauer. In Zukunft werden hier auch Allgäuer Bergkäse g.U. sowie Weißlacker g.U. produziert werden. „Der Erhalt dieser traditionellen Käsesorten ist uns ein großes Anliegen“, versichert Sepp Krönauer. „Besonders freut es mich, dass mit uns die Produktion des Weißlackers wieder an ihren ‚Geburtsort‘ zurückkehrt.“ Die intensiv würzige Allgäuer Spezialität, die bei Liebhabern als Idealzutat für Kässpatzen gilt, wurde vor knapp 150 Jahren von den Brüdern Josef und Anton Kramer genau in dieser Käserei entwickelt und wird wird heute kaum noch hergestellt.

Die Schönegger Käse-Alm GmbH mit Sitz in Prem und 24 regionalen Verkaufsläden gehört mit 220 Mitarbeitern zu den ersten Heumilchverarbeitern in Bayern. 500 Bauernfamilien aus dem Allgäu, dem Bregenzerwald, dem Kleinwalsertal, dem UNESCO geschützten Biosphärenpark Großes Walsertal und Tirol liefern jährlich 50 Millionen Kilogramm Milch, der Umsatz liegt bei 60 Millionen Euro.

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