Lückenschluss mit der Kreisstraße OA 30

Rund 1850 Fahrzeuge nutzen täglich die Verbindung zwischen Immenstadt und den Rettenberger Ortsteilen Untermaiselstein und Freidorf. Nun wurde die Kreisstraße OA 30, die durch den Ausbau der B19 teilweise verlegt werden musste, offiziell für den Verkehr wieder freigegeben. Die Scheren, um das symbolische Band zu durchschneiden, mussten die Verantwortlichen aus den Verbandkästen ihrer Autos „ausleihen“.

Rettenbergs 1. Bürgermeister Oliver Kunz, der nach seinem Amtsantritt nicht mehr in die bereits abgeschlossenen straßenbaulichen Planungen eingreifen konnte um einen direkten Anschluss an die B19 zu forcieren, nutzte seine Möglichkeiten um kostengünstig die Verbindung auszubauen. Die alte Kreisstraße, in schlechtem baulichen Zustand und nur 5,20 Meter breit, wurde bis zu Beginn der Bauarbeiten im Mai von Autos wie von Fußgängern, Radfahrern und Reitern intensiv genutzt. Die nun für den Verkehr wieder uneingeschränkt freigegebene OA 30 entschärft die Verkehrssituation durch einen 2,50 Meter breitem Fuß- und Radweg. Auf der auf 1,7 Kilometer ausgebauten Strecke wurde ein neues Entwässerungssystem mit Rückhaltebecken eingebaut. Bruno Fischle, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Kempten betonte mit Blick auf die B19: „Als Nachbar-Baulastträger haben wir gerne den fiktiven Kostenanteil von rund 300.000 Euro eingebracht.“ Er resümierte: „Das Jahr 2009 ist ein Rekordbaujahr gewesen“. Der Ausbau der OA 30 und eine Verlegung auf einigen Abschnitten, brachte ungeahnte Herausforderungen. Diplomingenieur Karl Nägele von der ATS – Allgäuer Tief- und Straßenbau - fasste diese zusammen: „In Teilbereichen war der Untergrund nicht ausreichend tragfähig. In nur geringem Abstand wechselte Fels zu moorigem Grund. Der Anliegerverkehr wurde während der Bauarbeiten aufrechterhalten und war höher als erwartet.“ „Mit der Verkehrsfreigabe noch vor Wintereinbruch ist eine Punktlandung gelungen“, sagte Landrat Kaiser. An der 1,9 Millionen Euro umfassenden Baumaßnahme beteiligt sich der Freistaat Bayern mit 1,6 Millionen Euro. Landrat Kaiser, Immenstadts 2. Bürgermeister Thomas Wurmbäck und Rettenbergs 1. Bürgermeister Oliver Kunz dankten allen Grundstückseigentümern und Anliegern: Im Rahmen der Baumaßnahmen sind rund 18000 Quadratmeter Grund abgetreten worden.

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