Mamdom e.V. sagt "Danke!"

Seit 30 Jahren hilft der Allgäuer Verein Mamdom e.V. armen Kindern in der Dominikanischen Republik. Im Mittelpunkt des Projekts steht, neben Verpflegung und Kleidung, vor allem die Schulbildung von Kindern aus den Armenvierteln.

Denn nur so, wissen die Verantwortlichen um die Vorsitzende Karin Michl aus Sonthofen, können die Kinder später auch einem Leben in den Slums entkommen.

Seit 30 Jahren kann Mamdom e.V. über 50 Kindern eine Schulausbildung in der Dominikanischen Republik ermöglichen. Rund 35 Euro bringen Spender monatlich pro Kind auf, damit dieses zur Schule gehen kann. Weitere Spenden werden in Transportkosten für die Kinder, Medikamente, Lebensmittel oder Spiel- und Bastelmaterial investiert. Die Kinder, die von Mamdom e.V. unterstützt werden, besuchen eine Privatschule. Öffentliche Schulen wie in Deutschland üblich gibt es in der Dominikanischen Republik nicht, berichtet Karin Michl. 

Sie besucht regelmäßig alle zwei Jahre das von ihr initiierte Projekt. Ansonsten läuft der Kontakt von Deutschland nach St. Domingo über moderne Kommunikationswege wie Telefon oder E-Mail. Wichtigste Ansprechpartnerin ist die Schuldirektorin, sie verwaltet das Hilfsprojekt vor Ort und sagt den Unterstützern aus dem Allgäu genau, wo der Schuh drückt. Ab Februar 2019 beginnt bei Mamdom e.V. eine neue Ära – Karin Michl wird den Vorsitz, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen, abgeben. „Ich habe eine tolle, würdige Nachfolgerin gefunden, welche selbst schon einige Jahre unser Projekt unterstützt und mit Herz und Seele dabei ist“, so Karin Michl.

Im Februar dieses Jahres haben sich vier Paten und Unterstützter auf die Reise nach St. Domingo gemacht, um sich Eindrücke vor Ort zu schaffen und die Schulleiterin Julia in den Ruhestand zu verabschieden. „Es ist ein heißes Pflaster und sehr gefährlich“, sagt Lutz Gerke (2. Vorsitzender), „das freie Bewegen auf der Straße ist ohne Angst nicht so einfach möglich, der Strom wird tagsüber größtententeils abgestellt“, so Gerke weiter. In der Schule wurden die Gäste aus Deutschland mit offenen Armen und mit einem kleinen Schulfest empfangen. „Unsere Kinder sind sehr fleißig am Lernen und motiviert, täglich die Schule zu besuchen. Ich selbst habe unseren Besuch genutzt, um den Kindern etwas Geologie nahezubringen“, erzählt Lutz Gerke voller Begeisterung. „Die Menschen in der Dominikanischen Republik wissen nicht genau, wo Deutschland ist, wie die Bedingungen sind und dass auch wir hart für unser Geld arbeiten müssen. Immer wieder wird dort das Bild vermittelt, dass unser Leben unbeschwert, leicht und voller Vorzüge ist.“ Um den Kindern zu vermitteln, dass auch in anderen Ländern Armut und Arbeitslosigkeit herrscht, hat Lutz Gerke einen Atlas und einige Alltagsbeispiele aus Deutschland und Europa mitgebracht. „Es war eine spannende, lehrreiche, rührende und nicht zuletzt auch aufregende Reise nach St. Domingo“, so Gerke weiter. Am meisten berührt habe die Paten ein Gemälde in der Schule. Darauf ist ein Schulbuch zu sehen mit der Aufschrift: „Heute sind wir die Sklaven der Bücher, damit wir morgen nicht die Sklaven der Menschen sind“. 

Die Vorstandschaft von Mamdom e.V. hofft auch nach dem Ausstieg von Karin Michl als Vorsitzende, dass viele Allgäuer bereit sind, Mamdom e.V. zu unterstützen. „Jeder Euro zählt“, meint Michl abschließend. Der Verein bedankt sich bei allen Paten und Patinnen, sowie allen Unterstützern und Spendern für Ihre Bereitschaft zu Helfen – ohne sie wäre dieses Projekt unmöglich. 

Am Freitag, 4. Januar 2019, um 18.30 Uhr, lädt Mamdom e.V. zum Stammtisch in das Restaurant Poseidon in Sonthofen ein. Interessierte können die Gelegenheit nutzen, um Mamdom e.V., die Arbeit des Vereins und das Projekt kennen zu lernen. Aus Platzgründen bittet der Verein um Anmeldung zum Stammtisch, per E-Mail an info@mamdom.de. Weitere Informationen gibt es unter www.mamdom.de

Spendenkonto 

IBAN: DE73 7335 0000 0000 3280 88 | Sparkasse Allgäu |BIC: BYLADEM1ALG

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