Klinik Immenstadt hat jetzt zwei Herzkatheter-Labore

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Vor Kurzem wurde in der Klinik Immenstadt ein zweites Herzkatheterlabor in Betrieb genommen. Der Klinikverbund investierte rund 700 000 Euro in das neue Labor.

„Damit gehören längere Wartezeiten für die Patienten der Vergangenheit an“, freut sich Professor Dr. Jan Torzewski über die Erweiterung. „Eine gute, ausreichende Versorgung“ sei damit in der Region sichergestellt, so der Chefarzt des Herz- und Gefäßzentrums (HGZ) Oberallgäu-Kempten. An den beiden Standorten in Immenstadt und Kempten stehen nun jeweils zwei Herzkatheterlabore für die rund 250 000 Einwohner im südlichen Allgäu sowie für die Urlaubsgäste zur Verfügung. Im Herzkatheterlabor werden minimal-invasive Untersuchungen des Herzens mit Hilfe eines Katheters durchgeführt. Häufigste Indikation ist laut Torzewski eine Verengung der Herzkranzgefäße. Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann bei diesem Eingriff in einem Arbeitsschritt mit Hilfe einer Ballondilatation das Gefäß geweitet oder durch einen Stent gestützt werden. Auch die Gefäßmediziner nutzen die schonende Untersuchungsmethode, um etwa Verengungen in den Beigefäßen feststellen zu können. Dank der Ausstattung des zweiten Labors mit Geräten der neuesten Generation können die Angiologen jetzt sogar die Gefäße eines ganzen Beins darstellen.

In Immenstadt wurden bislang im Jahr rund tausend Kathetereingriffe und 500 Gefäßeingriffe vorgenommen. Künftig werden es rund 2 000 Untersuchungen werden, so viele wie in Kempten, schätzt Professor Torzewski. Beide Standorte haben bestimmte Schwerpunkte entwickelt: In Kempten ist es die Elektrophysiologie, in Immenstadt sind es Gefäß- und Herzklappeneingriffe. „Herzkatheteruntersuchungen, Herzinfarktbehandlungen sowie Herzschrittmacher- und Defibrillatorimplantationen können selbstverständlich an beiden Standorten durchgeführt werden“, betont der Mediziner. Er lobt auch die gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Internisten und Kardiologen in der Region.

So nutzt in Immenstadt Dr. Thorsten Nusser von der internistischen Facharztpraxis im Gesundheitszentrum Immenstadt, ehemals Oberarzt am Herz- und Gefäßzentrum, die beiden Labore. Ebenso wie Dr. Stefan Heetel: Der frühere Oberarzt im Herz- und Gefäßzentrum arbeitet jetzt als Kardiologe an der St.-Vinzenz-Klinik in Pfronten und im dort angegliederten MVZ. „Damit profitieren auch die Menschen in Pfronten und Umgebung von einer wohnortnahen medizinischen Versorgung“, so Verbund-Geschäftsführer Michael Osberghaus.

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