Riedbergpass ab 15. April halbseitig gesperrt

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Heuer wird die neue Illerbrücke fertig. Der Fahrzeugverkehr auf der Kreisstraßen OA 29 zwischen Burgberg und Blaichach ist seit Mitte Dezember bereits freigegeben.

Die Arbeiten am Vollausbau eines über 500 Meter langen Teilstückes der Riedbergpass-Strecke zwischen der Schönberger Ach und dem sogenannten „Hennenbrunnen“ werfen bereits jetzt ihre Schatten voraus. Ab 15. April ist die Strecke halbseitig gesperrt.

Für den Zeitraum ab 15. April bis Ende Oktober hat das Landratsamt Oberallgäu eine halbseitige Sperrung angeordnet, verbunden mit einer Sperrung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen.

Der halbseitigen Sperrung der Kreisstraße OA 9 folgen später längere Phasen unter Vollsperrung. Die erste Vollsperrung gibt es von 6. Mai bis 19. Juni – jeweils montags bis freitags durchgehend. An den Wochenenden bleibt die Passstraße befahrbar. Erst vor kurzem hatte der Bauausschuss des Landkreises den Bauauftrag in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro vergeben. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 75 Millionen Euro in den Erhalt und den Ausbau der Kreisstraße investiert.

Neben einer Reihe von Straßen- und Bauwerkssanierungen werden demnächst auch einige „Großbaustellen“ im Landkreis eröffnet. An der Riedbergpass-Straße wird der letzte Bauabschnitt fortgesetzt. Ebenfalls auf der Zielgeraden befinden sich die Arbeiten an der neuen Illerbrücke bei Blaichach. Als neue Baustelle des Landkreises kommt im April der Vollausbau der OA 27 bei Gunzesried dazu.

Eine schwierige Baustelle wird im Bereich des sogenannten Hennenbrunnens heuer „spürbar“ werden. „Wegen der Arbeitssicherheit und weiteren Vorschriften ist für den Straßenverkehr kein Platz“, erklärte der Chef der Kreis-Tiefbauverwaltung, Christoph Wipper, im Kreis-Bauausschuss. Ohne eine Vollsperrung seien die Bauarbeiten hier kaum möglich, unterstrich Wipper. Deshalb werde es in Absprache mit den Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein, sowie den Behörden, Rettungsdiensten und Anliegern erstmals wieder eine längere Vollsperrung des Riedbergpasses geben.

Die Spielregeln stehen bereits: Ab Mitte April wurde für die gesamte Bauzeit bis Oktober eine halbseitige Sperrung angeordnet. Mit Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen. Von 6. Mai bis Mitte Juni wird die Straße von Montagfrüh 7 Uhr durchgehend bis Freitag 17 Uhr für alle Fahrzeuge gesperrt sein. An den Wochenende können Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen passieren. Danach folgt eine zweite Phase mit täglicher Sperrung zwischen 7.30 und 18 Uhr jeweils von Montag bis Freitag. Die Gewichtsbegrenzung mit 3,5 Tonnen bleibt dabei bestehen. Landrat Anton Klotz ergänzte: „Wir werden es irgendwie hinkriegen, auch wenn es schmerzt. Da müssen wir durch.“

In den vergangenen knapp 20 Jahren wurden rund 75 Millionen Euro am Riedbergpass „vergraben“. Allein heuer wurden Aufträge in einer Höhe von 6,5 Millionen Euro vergeben. Dabei profitiert der Landkreis Oberallgäu von einem außerordentlichen Zuschuss des Freistaates Bayern in Höhe von 90 Prozent der förderungsfähigen Kosten.

Am „Hennenbrunnen“ wird nach dem ersten Teilstück der zweite Abschnitt des Vollausbaus Richtung Obermaiselstein weitergeführt. Dabei wird auch die Steigung von 18 Prozent auf 12 Prozent „abgetragen“. Durchwegs in steilen Gelände: beidseits der Straße schließen 60 bis 80 Grad steile Felsflanken und Grasböschungen an.

Eine andere Großbaustelle des Landkreises kann in den nächsten Monaten dagegen abgehakt werden: der Ausbau der Kreisstraße OA 29 zwischen Burgberg und Blaichach mit dem Neubau der Illerbrücke. Die Verkehrsfreigabe fand bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres statt. Derzeit laufen die Abschlussarbeiten und der Rückbau der Baustelleneinrichtung an der B 19 an. In Arbeit ist auch die Zufahrt zu den Schrebergärten und dem Wirtschaftsweg entlang der Iller. „Gut gelaufen“ sei die Baustelle, kommentierte Christoph Wipper den Brückenschlag, der knapp anderthalb Jahre dauerte. Rund 15 Millionen kostete der „Akt“ – 9 Millionen die neue Brücke, rund 6 Millionen der Straßenbau auf Burgberger Seite. „Damit ist die Wiedervereinigung von Blaichach und Burg- berg hergestellt“, so Landrat Klotz.

Eine neue Baustelle bringt ab Mitte April an der OA 27 bei Gunzesried einen weiteren Engpass mit sich. Der Vollausbau mit begleitendem Rad-/Fußweg in zwei Abschnitten auf einer Länge von rund einem Kilometer macht Teilsperrungen und Umleitungen notwendig.

Im Gang ist der Neubau eines vierarmigen Kreisverkehrs an der B19-Anschlussstelle in Stein. Jetzt steht der Ausbau der Ortsdurchfahrt ins Haus. Am Kreisel soll zudem ein Parkplatz für 80 PKW gebaut werden. Der Geh- und Radweg wird auf die Westseite verlegt und soll dann lückenlos sein.

gts

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