Der Mehrwert aus dem Moos

Koordinator Uwe-Kießling (von links) und Stefan Pscherer vom Landschaftspflegeverband Oberallgäu erläterten dem Abgeordneten Dr. Gerd Müller das Projekt "AllgäuerStreueverwertung".

Einen persönlichen Eindruck von der Arbeit des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu und vom Streueprojekt verschaffte sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Dr. Gerd Müller am Schwarzenberger Weiher bei Oy.

Dr. Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, zeigte sich beeindruckt von der Tätigkeit des Landschaftspflegeverbandes. Auch das Projekt „Allgäuer Streueverwertung“, das seit dem Jahr 2010 mit Mitteln aus der Leader-Förderung für den ländlichen Raum Naturschutz und Wertschöpfung verbindet, findet offenbar die Zustimmung des Staatssekretärs. Er, Müller, wolle sich dafür einsetzen, dass Projekte, die den ländlichen Raum stärken, weiter geführt werden. „Als Staatsekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium verstehe ich mich als Mittler zwischen Theorie und Praxis“, sagte Müller, der es sich nicht nehmen ließ, mit dem Motormäher ein wenig in die bäuerliche Praxis zu schnuppern. „Das sind keine Spielchen in der Landschaft“, betonte Herbert Seger, Vorsitzender der Allgäuer Moorallianz, als er die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes vorstellte. Um den Lebensraum Moor zu bewahren, sei die Streuewerbung als naturnahe Form der landwirtschaftlichen Nutzung wesentlich. Was früher als „Glump“ gering geachtet worden sei, werde zunehmend als Einstreu oder Viehfutter geschätzt, sagte Seger. Die regelmäßige Mahd sichere auch die artenreichen Lebensräume Moor und Streuwiese. Eine Koordinationsstelle, betreut von Uwe Kießling, sorgt dafür, dass Streumaterial „an die richtige Adresse“ kommt und unterstützt Landwirte bei der Streuwiesennutzung.

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