Milchkönigin gesucht

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KREISBOTE, Allgäu – In Deutschland werden Topmodels oder Superstars gesucht – in Bayern gar eine Königin. Am 13. Mai wird im fränkischen Coburg die neue Milchkönigin des Landes gekrönt. Aus ganz Bayern sind junge, engagierte Frauen mit Herz und Leidenschaft für die Milchwirtschaft dazu aufgerufen, sich für dieses Amt zu bewerben. Schließlich muss die traditionell gut besetzte Thronfolge für das Milchland Bayern gesichert sein. Noch bis zum 9. April nimmt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft Bewerbungen entgegen. Mit viel Engagement, Charme und Sachverstand repräsentierte Christa Rappensperger aus Erharting in Oberbayern zwei Jahre lang das Milchland Bayern als Milchkönigin. Am 13. Mai geht ihre Amtszeit zu Ende, dann wird sie in Coburg ihre Krone feierlich an ihre Nachfolgerin überreichen. Auch die Milchprinzessin – die amtierende ist Martina Hartmann aus Betzigau – wird an diesem Tag gekürt. Bis die Fachjury unter den Kandidatinnen die beiden neuen Milchhoheiten auswählt, ist Rappensperger in ganz Bayern auf der Suche nach einer würdigen Thronfolgerin. Diese sollte Lust und Engagement haben, das in Bayern so wichtige Amt auszuüben und sich der Milch- und Landwirtschaft verbunden fühlen. Neben Fachkenntnissen über Milch, Milchprodukte und Landwirtschaft sind bei der neuen Repräsentantin des Milchlandes Nummer eins eine freundliche Ausstrahlung, ein sicheres, charmantes Auftreten und Überzeugungskraft gefragt. Außerdem sollte sie schon einmal auf einem Bauernhof oder in einer Molkerei gearbeitet haben, nicht älter als 25 Jahre sein und einen Führerschein besitzen. Christa Rappensperger war zum Zeitpunkt ihrer Wahl 18 Jahre alt und ist heute, zwei Jahre später, um viele spannende Erfahrungen reicher: „Ob Messetermine, Reisen ins Ausland oder Treffen mit Politikern und Prominenten – in meiner Amtszeit hat es viele ganz verschiedene Aufgaben und Begegnungen gegeben, die alle auf ihre Art spannend und interessant waren“, berichtet die Milchkönigin. „Besonders beeindruckt hat mich auch die Begegnung mit Horst Köhler. Normalerweise hätte ich ja nie die Chance gehabt, einmal den Bundespräsidenten zu treffen. So etwas passiert einem dann doch nur als Milchkönigin“, so Rappensperger weiter. Auch die noch amtierende Milchprinzessin Martina Hartmann aus Betzigau blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück: „Mein Besuch in Moskau war klasse, da wäre ich sonst bestimmt nie hingekommen“, sagt sie. „Auch sonst fand ich es immer spannend, Politiker wie den Landwirtschaftsminister oder Ministerpräsidenten Bayerns kennen zu lernen. Auf der Biofach habe ich sogar den französischen Schauspieler Gerhard Depardieu getroffen. Das war ein tolles Erlebnis, das ich so schnell bestimmt nicht wieder vergesse“, so Hartmann. Bei so viel Medienrummel und Rampenlicht ist Schüchternheit fehl am Platze. „Als Milchhoheit muss man spontan und immer guter Dinge sein. Man sollte Lust darauf haben, Neues kennen zu lernen und das Milchland Bayern und seine Produkte zu repräsentieren – also ich kann mir einen Tag ohne Milch oder Milchprodukte gar nicht vorstellen“, ergänzt die Milchprinzessin. Wie viele ehemalige Milchhoheiten sind Rappensperger und Hartmann auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen und werden sich sicherlich auch nach ihrer Amtszeit mit der Milchwirtschaft verbunden fühlen. Interessierte junge Frauen können ihre Bewerbungen, bestehend aus einem Lebenslauf, einem Vollportrait und einem selbst verfassten Grußwort (maximal eine Seite), bis spätestens 9. April an die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, Kaiser-Ludwig-Platz 2, 80336 München senden. Weitere Informationen dazu gibt es auch im Internet unter www.milchland-bayern.de sowie unter der Telefonnummer 089/54422525.

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