Umbau des Heimathauses geht weiter

3,5 Millionen Euro Fördermittel für das Heimathaus in Sonthofen

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Das Heimathaus besteht aus mehreren Gebäuden. Vor allem das denkmalgeschützte Bauernhaus und der Neubau des Lukashaus sind zentrale Bereiche im neuen Konzept.

Sonthofen – Die Regierung von Schwaben hat 3,5 Millionen Euro Fördermittel für den Umbau des Heimathauses in Sonthofen bewilligt. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau“. Mit der Sanierung, Umbau und Erweiterung des Heimathauses möchte die Stadt Sonthofen ein neu konzipiertes Stadtmuseum schaffen. Der mehrteilige Gebäudekomplex soll künftig eine bedeutsame Rolle im Kulturbetrieb der Region einnehmen.

Ein Teil des Museums besteht aus einem denkmalgeschützten ehemaligen Bauernhaus. Der Kern des Hauses geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Es soll auch im neuen Museumskonzept als Exponat erlebbar bleiben. Ein weiterer Schwerpunkt des Bauprojekts ist der Neubau des sogenannten Lukashaus.

Die Themen der Dauerausstellung werden inhaltlich neu strukturiert und auf den aktuellen Forschungsstand gebracht. Zusammen mit einer Sonderausstellungsfläche entsteht eine abwechslungsreiche Museumslandschaft mit verbesserter Besucherorientierung und barrierefreier Erschließung. Neben dem Kultur- und Bildungsauftrag an ein Museum sollen künftig ein Mehrzweckraum, ein Museumscafé und Veranstaltungen zur Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens beitragen.

Durch die Neukonzeption, Sanierung und Erweiterung des Heimathauses soll das neue Museum den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht werden, einen Mehrwert für die Stadt Sonthofen schaffen und zur kulturellen Qualität und Attraktivität der gesamten Region Oberallgäu beitragen.

Der Umfang der gesamten Baumaßnahme liegt bei 9,8 Millionen Euro. Insgesamt rechnet die Stadt Sonthofen mit Fördergelder in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Somit bleibt der Stadt ein Eigenanteil von 3,3, Millionen Euro. Da die Baumaßnahmen bereits begonnen haben, wurden bisher 1,3 Millionen Euro ausgegeben. Außerdem sind weitere Verpflichtungen in Höhe von knapp einer Million Euro bereits bei der Stadt eingegangen. Würde die Stadt Sonthofen die Baumaßnahme zum jetzigen Zeitpunkt abbrechen, wären diese schon ausgegeben 2,2, Millionen Euro unwiederbringlich verloren. Wird der Bau jedoch wie geplant fertig gestellt, ist eine weitere Million notwendig, um Ende 2022 das Museum eröffnen zu können.

Der Stadtrat und die Verwaltung haben sich trotz der aktuellen Corona Krise für die Fortführung der Baumaßnahmen entschieden. Da viele Firmen in der Region aufgrund der Corona Krise Auftragsrückgänge von Geschäfts- und Privatkunden zu verzeichnen haben, sind die Aufträge der Stadt gerade jetzt in der Krise eine wichtige Grundlage für das Überleben der heimischen Wirtschaft.

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