Miteinander "hut gelupft"

Eine Art „Schlüssel für die gesunde Zukunft“ der Patientenversorgung halten in Händen (von links) Miachael Osberghaus von den Kliniken Oberallgäu, Vorstandsmitglied Wilhelm Oberhofer von der Raiba, Landrat Gebhard Kaiser, die Raiba-Vorstände Otto Schmid und Heinrich Beerenwinkel, sowie Reinhard Reitzner vom Landratsamt Oberallgäu und Martin Kaiser, Geschäftsführer des Sozial-Wirtschaftswerkes Oberallgäu.

Das „Mammutprojekt“ Gesundheitszentrum Immenstadt (GZI) wurde jetzt mit der Einweihung offiziell zum Abschluss gebracht. Das GZI soll die Patientenversorgung im südlichen Landkreis dauerhaft verbessern und die wohnortnahe Facharztversorgung der Region sicherstellen. Bei einem Tag der offene Tür konnten sich am vergangenen Samstag die Oberallgäuer ein eigenes Bild machen vom GZI neben der Klinik Immenstadt.

Für den Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser, ist die Inbetriebnahme des Gesundheitszentrums Immenstadt ein weiterer wesentlicher Mosaikstein in der Gesundheitsregion Allgäu. „Ich freue mich, dass die wohnortnahe und gleichzeitig hochqualifizierte Versorgung der Bevölkerung und der Urlaubsgäste in unserer Region mit dem Gesundheitszentrum einmal mehr deutlich verbessert wird.“ Kaiser erinnerte an die schwierige Situation Ende der 1990er Jahre, als es darum ging, die Krankenhausversorgung im Landkreis zu sichern. Und vor rund zehn Jahren sei die wirtschaftliche Sanierung der Klinikverbundes mit einem Strukturkonzept erfolgreich angepackt worden. „Mit dem GZI haben wir unser Konzept abgerundet“, sagte Kaiser bei der offiziellen Einweihung des GZI. Der Erfolg gebe den verantwortlichen Recht, so Kaiser, der den Trend der Abwanderung von Fachärzten und Patienten gleichermaßen gestoppt und umgekehrt sieht: Immer mehr Patienten und niedergelassene Ärzte entschieden sich für unsere Oberallgäuer Kliniken nach dem Motto „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“. In seinem Blick auf die „Vorgeschichte“ erinnerte Kaiser an die Bedenken, die es in der Immenstädter Bevölkerung gegeben habe, als Anfang des Jahres 2006 die Idee des damals „Ärztehaus“ genannten Projektes publik wurde. Eine Stärkung des „Gesundheits-Campus“ Immenstadt sieht auch der Geschäftsführer des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu, Andreas Ruland. Das „Mammutprojekt GZI“ stelle eine weitere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung dar. Kurze Wege zwischen den Facharztpraxen und weiteren Versorgungseinrichtungen im GZI nutzten direkt dem Patienten. Zugleich profitiere das GZI von der unmittelbaren Nachbarschaft zur Klinik Immenstadt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten. Die von „partnerschaftlichem Geist“ getragenen Gespräche über die Ausgestaltung und Finanzierung des Projektes Gesundheitszentrum Immenstadt brachte der Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd, Otto Schmid, mit dem Satz auf den Punkt „Miteinander lupft man leichter“. Neben der Raiba investieren das Sozialwirtschafts-Werk Oberallgäu SWW und der Landkreis in das 13-Millionen-Projekt GZI. Stolz verwies Otto Schmid auf die Tatsache, dass „viele unserer mittelständischen Kunden an diesem Großprojekt mitgearbeitet haben“. Nur knapp zehn Monate dauerte es vom Baubeginn bis zur Rohbaufertigstellung im Sommer vergangenen Jahres. Zuvor schon waren die Nutzflächen von den zukünftigen Mietern reserviert worden. Ende April waren die Fachärzte ins GZI umgezogen. „Offene Türen“ schienen die Kliniken Oberallgäu einzurennen, als sie am vergangenen Samstag die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür geladen hatten. Tausende informierten sich im GZI und den Facharztpraxen über das Konzept und die Angebote. Und das Urteil war durchwegs positiv.

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Dorffest in Burgberg - Zwischen Böller- und Donnerschlägen
Dorffest in Burgberg - Zwischen Böller- und Donnerschlägen
Alphornbläser in den Wolken
Alphornbläser in den Wolken
Großeinsatz für Rettungskräfte im Oberallgäu - Erfolglose Suche nach Kajakfahrer auf der Iller
Großeinsatz für Rettungskräfte im Oberallgäu - Erfolglose Suche nach Kajakfahrer auf der Iller

Kommentare