Gut aufgestellt

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Der neue/alte Vorstand der Glaser-Innung Südschwaben mit (vorne, von rechts) stellvertretende Obermeisterin Barbara Heinrich und Obermeister Tobias Eberle sowie Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kempten und der Innung, und (hinten, von rechts) die Beisitzer Rudolf Holzinger und Magnus Aurbacher.

Allgäu - Information und Weiterbildung der Mitglieder hat bei der Glaser-Innung Südschwaben einen sehr hohen Stellenwert. 

Das wurde bei der Herbstversammlung der Innung wieder deutlich, bei der Obermeister Tobias Eberle den Mitgliedern einen umfassenden Überblick nicht nur über die vielfältigen Innungsaktivitäten gab, sondern auch ausführlich informierte, was sich bei Landes- und Bundesinnungsverband „so alles tut“. 

Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Neuwahlen. Alle Vorstandmitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Tobias Eberle (Pfronten-Dorf) wird die Innung weiterhin als Obermeister führen. Er wird unterstützt von der stellvertretenden Obermeisterin Barbara Heinrich (Kaufbeuren). Beisitzer sind Christoph Breyer (Lindau) Rudolf Holzinger (Immenstadt) und Magnus Aurbacher (Memmingen). Christoph Breyer nimmt gleichzeitig die Funktion als Lehrlingswart wahr. 

Obwohl die Innung relativ klein ist,zeigt sie sich äußerst aktiv im Bereich Fortbildung, zum Teil in Kooperation mit der Innung Nordschwaben. Auch in der Innungsversammlung nahm das Thema Fortbildung einen großen Raum ein. So berichtete Tobias Eberle von regelmäßig stattfindenden Seminaren für Bürokräfte aus den Innungsbetrieben. Der Vortrag des Sachverständigen Lorenz Burger über das Thema: „DIN 18008“ war höchst informativ, wie auch die vielen ergänzenden Fragen der Mitglieder zeigten. Denn Glas sei nicht gleich Glas, das man so einfach in beliebiger Stärke einsetzen kann. 

Denn auch Glas „lebt“, kann sich je nach Witterung und Temperatur verändern und „arbeiten“. Hier gibt es gewaltige Unterschiede und viele Punkte, die beachtet werden müssen, dass auch die Sicherheit gewährleistet ist. Die Mitglieder der Glaser-Innung werden daher regelmäßig über solche Dinge von Fachleuten informiert. Das Thema Auszubildende konnte leider nicht so positiv bewertet werden. Der Obermeister beklagte, dass die Qualifikation der Auszubildenden immer schlechter würde. Insbesondere im Bereich Sozialkompetenz seien Mängel zu beklagen. 

Zur Gewinnung qualifizierten Nachwuchses setzt Tobias Eberle große Hoffnung auf eine ortsbezogene Lehrlingswerbung durch die Kreishandwerkerschaft, wie es der Projekttag "Wanted Handwerker" in Durach war. Der Anklang bei den Schülern und Beteiligten sei außerordentlich gut gewesen. Wenn die Glaser-Innung auch klein ist, so ist sie doch sehr gut aufgestellt mit ihren engagierten Mitgliedern. Wie sehr diese an den Versammlungen und Informationsaustausch interessiert sind, zeigte sich wieder deutlich in der starken Beteiligung an der Versammlung, und das, obwohl die Mitglieder teilweise doch größere Strecken dazu zurücklegen müssen. Immerhin umfasst das Einzugsgebiet die Städte Kempten, Memmingen und Kaufbeuren sowie die Landkreise Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu.

prb

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