Kein Mittelmaß bei der Mittelschule – Glanzstück neue Mensa

Pfiffige Schulsanierung

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Eine pfiffige Lösung wurde für die Verkleidung des Übergang zwischen den Gebäuden gewählt.

Sonthofen - Für einen Bürgermeister gebe es fast nichts Schöneres, als Gebäude einzuweihen, meinte Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl. Und bei der „neuen“ Mittelschule sei seine Freude besonders groß: durch die Zusammenlegung der Johann-Althaus-Volksschule und der Grundschule Mitte in einem Erweiterungsbau konnte jetzt die Mittelschule wieder  in einem – sanierten – Gebäude untergebracht werden.

Die Umbaumaßnahmen seien die logische Konsequenz der Stärkung des ländlichen Raumes und ein wichtiger Schritt zur Verbesserung und Festigung des  Schulwesens in Sonthofen, folgerte Landrat Gebhard Kaiser. Die Investition von rund 2,4 Millionen Euro seien „ein Aufwand, der sich lohnt“. Und auch der Landkreis sei  über die Gastschulbeiträge mit im Boot: Fast 70000 Euro aus der Landkreiskasse fließen Kaiser zufolge allein  für die Mittelschule Sonthofen  in die Kreisstadt.

Für die Errichtung der Ganztragesbetreuung mit Ganztagsklassen in der jetztigen Mittelschule und der Volksschule an der Berghofer Straße sowie der Zusammenlegung der beiden ehemaligen Grundschulen wurde gemeinsam  mit Schulleitungen und der Regierung von Schwaben ein abgestimmtes Raumkonzept entwickelt. In einem ersten Bauabschnitt wurde der Verwaltungsbereich umgekrempelt und neu gestaltet mit einem vergrößerten Lehrerzimmer und einem separaten Silentiumraum.

Ein besonderer Clou ergab sich aus der neu zu schaffenden Verbindung der beiden früheren Schulen. Bisher gab es nur eine Verbindung im Ergeschoß, die ins Freie führte und lediglich überdacht war. Dieser Gang wurde seitlich geschlossen und die entstandene „Spange“ mit gebogenen Holzspanten verkleidet. „Eine prägende Außenansicht“, kommentierte Schulrat Paul Mögele diese kreative Lösung für einen Raumwechsel  mit trockenen Füßen.

Im zweiten Bauabschnitt, der von März bis Oktober diesen Jahres über die Bühne ging, wurden in der ehemaligen Johann-Althaus-Schule vier frühere Klassenzimmer zu einer Mensa umgebaut. 

„Ein Glanzstück“, so Schulrat Mögele. Hier würde nicht nur eine „vernünftige Mittagsverpflegung“ geboten – wenn auch im Schichtbetrieb – sondern auch  Sozialkontakte ermöglicht. „Zusammen leben und arbeiten ist ein wichtiger Prozess, der gar nicht hoch genug einzuschätzen ist“, strich Mögele diesen Aspekt heraus. Zudem sei jetzt damit eine Räumlichkeit vorhanden, die für andere schulische Veranstaltungen genutzt werden könne.  Alles in allem: eine zweckmäßige Raumgestaltung mit zukunftstauglicher Ausstattung und Erweiterungsmöglichkeiten.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden beide Treppenhäuser mit Behindertenaufzügen ausgestattet, die komplette Elektroinstallation auf den Stand der Technik gebracht und in den Klassenzimmern  Akustikdecken angebracht.

Mit den Kosten von 2,4 Millionen Euro bleibe man im veranschlagten Rahmen, so Franz Friedberger vom Gebäudemanagement der Stadt Sonthofen. Und  Bürgermeister Hubert Buhl verwies schließlich stolz darauf, dass fast ausschließlich Unternehmen aus der Region bei den Arbeiten zum Zuge kamen.

Josef Gutsmiedl

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