Mobilfunk im Blut?

Michael Finger von der Initiative Strahlungsarmes Oberstdorf übergibt der Ortssprecherin der Grünen, Bergith Hornbacher-Burgstaller (rechts), die Beschreibung der Studie und Informationsmaterial. Foto: privat

Die Initiative Strahlungsarmes Oberstdorf geht in die Offensive: Bürger im unmittelbaren Wirkungsbereich von Mobilfunk-Sendemasten wollen sich an einer Studie beteiligen, die Aufschluss über die Strahlenbelastung und deren gesundheitliche Folgen geben soll.

„Oberstdorf trägt massive Last der Mobilfunkanlagen“, klagt Michel Finger. Allein auf Oberstdorfer Flur stünden 29 Mobilfunkmasten. Zuletzt habe die Genehmigung eines Funkmasten auf der Schöllanger Burg die Initiative gezwungen, zu handeln, so Michael Finger, Gründungsmitlied der „Mobilfunkkritiker Allgäu“. Mit der freiwilligen Studie wollen die Bürger jetzt die Initiative ergreifen. Mitmachen kann Michael Finger zufolge jeder. Regelmäßig werden Blut-, Urin- und Hormonwerte erfasst und anonym ausgewertet. Die Struktur der Studie sei offen. „Zugang für Interessierte ist jederzeit möglich.“ Betreut wird die Studie von einem Münchner Facharzt und einem Kollegen im Allgäu. Ergebnisse der Studie seien in fünf bis sieben Jahren zu erwarten, so Finger. Die Initiative Strahlungsarmes Oberstdorf informierte auch Oberstdorfs Bürgermeister, Laurent Mies, über den Beginn der Studie. Im Oberallgäuer Kreistag soll demnächst „mehr Transparenz“ eingefordert werden bei der Festlegung neuer Mobilfunkanlagen, so Michael Finger.

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