Planungen zum Bahnhofsumfeld laufen auf vollen Touren

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Das Bahnhofsumfeld in Sonthofen soll umgestaltet werden zu einem „Mobilitätszentrum“.

In der jüngsten Stadtratssitzung wurde das Bauvorhaben Mobilitätszentrum Sonthofen, insbesondere die Planung und Umsetzung des Bahnhofumfeldes, erörtert.

Vorab informiert Bürgermeister Christian Wilhelm, dass die Stadt sich mit der Deutschen Bahn AG in Verhandlungen zum Erwerb des Bahnhofsgebäudes befinde, mit einem hoffentlich erfolgreichen Abschluss bis Jahresende. Darüber hinaus möchte die Stadt im Bahnhofsumfeld noch weitere Flächen erwerben.

Dipl.-Ing. (FH) Architekt Marcus Fischer vom Architekturbüro Fischer & Gibbesch Architekten GbR und Christoph Stöberl von der Bauverwaltung stellten die Neugestaltung des Bahnhofes mit neuem Busbahnhof vor: Das Bahnhofsumfeld sei sehr großzügig gestaltet. Es gebe einen großen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich, einen großzügigen Busbahnhof, einen mit Leben gefüllten und von Bäumen umsäumten Bahnhofsplatz mit Biergarten, Sitzbereichen und Wasserfontainen.

Radmobilität

Beleuchtete Radunterstellplätze mit Dachbegrünung laden zum sicheren Parken der Bikes einl. Hier werde es auch Schließfächer zur Aufbewahrung von Fahrradhelmen geben. E-Bike-Ladestationen seien zunächst nicht vorgesehen, aber für eine mögliche Nachrüstung sollen schon Leerrohre verlegt werden.

Barrierefreiheit

Der gesamte Platz werde behindertengerecht und barrierefrei sein. Die Architekten stünden hierzu im Gespräch mit Behinderten- und Seniorenbeauftragten. Allerdings sei „die Barrierefreiheit im Bahnhof Sache der Deutsche Bahn“ so Christoph Stöberl, „und bei der ist Sonthofen nicht erste Priorität.“ Dieser Mangel sei schon mehrfach moniert worden.

Automobilität

Die Taxis bekämen eine eigene Zu- und Abfahrt um die Fahrradanlage herum. Die Stand­spur werde wenige Meter nach Norden zum Busbahnhof hin verlegt. Die wartenden Taxifahrgäste könnten so wie die ÖPNV-Kunden unter der angrenzenden Busbahnhofüberdachung geschützt auf die Weiterreise warten sowie nun trockenen Fußes zu den Gleisen gelangen.

Im nördlichen Bereich sei optional noch ein Parkhaus mit bis zu 90 Stellplätzen ausgeplant, welches besonders für P+R-Reisende von Interesse sei. Die Kurzeitparkplätze wiederum sollen im bisherigen Bereich bleiben. Nur die Zu- und Abfahrt werde zur Post hin verlegt. Die Busse hätten ebenfalls einen separaten Kreisverkehr. Die Anfahrt der Busse, die bisher über die Blumenstraße erfolgt, könnte künftig auf die Martin-Luther-Straße verlegt werden.

Einen Lichtblick habe die neue Ausplanung des Busbahnhofes mit sich gebracht. Denn es habe sich eine 1A-Gewerbefläche herauskristallisiert, welche sehr zur Freude des Kämmerers zur Refinanzierung des Mobilitätszentrums verkauft werden soll.

Der Stadtrat billigte einstimmig sowohl die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes mit neuem Busbahnhof als auch die Änderung des Bebauungsplanes.

Hans Ehrenfeld

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