Musica Sacra International findet wegen Corona nicht in Marktoberdorf sondern online statt

Die Welt zu Gast im Allgäu: Diesmal jedoch per Internet

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Damit das Festival nicht nur aus der "Konserve" entsteht, wurden Moderationen Konzerteinführungen und vieles weiteres im Studio der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf aufgenommen.

Marktoberdorf - Hochkarätige Musik aus aller Welt präsentiert das alle zwei Jahre stattfindende Festival Musica Sacra International über Pfingsten vom 29. Mai bis 2. Juni. Normalerweise bringt das Musikfestival Menschen aus der ganzen Welt in Marktoberdorf zusammen. Die Corona Pandemie macht das Festival jedoch unmöglich. Deshalb gibt es in diesem Jahr eine Online Edition. Dazu wurden Video-Aufnahmen der teilnehmenden Ensembles zu Konzerten zusammengeschnitten, die an Pfingsten online veröffentlicht werden.

Damit das Festival jedoch nicht nur aus der "Konserve" entsteht, wurden Moderationen, Grußworte, Konzerteinführungen, eine Experten-Gesprächsrunde, sowie Atelier-Workhops vor Ort in einem extra dafür eingerichteten Online-Studio in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf aufgenommen. Ebenfall gibt es einen Online-Festivalchor, bei dem die TeilnehmerInnen ihre Gesangsparts zuhause aufnahmen und diese dann zu einem Konzertauftritt zusammengefügt wurden.

Eröffnung am Freitag vor Pfingsten

Die Eröffnung findet wie gewohnt am Freitag vor Pfingsten, den 29. Mai, statt und zeigt kurze Ausschnitte aller teilnehmenden Ensembles. Moderiert wird diese aus dem Online-Studio von Jeroen Schrijner und Eva Rüth. Um die Ausstrahlung im Internet so lebendig wie möglich zu halten, veransateltet MODfestivals um 20 Uhr eine sogenannte Watchparty auf facebook, bei der weltweit alle zusammen zur gleichen Zeit das Eröffnungsvideo, ähnlich wie bei einem Live-Stream, ansehen und bei dem alle ZuschauerInnen auf dem Kanal live grüssen und kommentieren können. Das MODfestivals-Team agiert dabei live vor Ort aus dem Marktoberdorfer Chorbüro.

Neben den Workshop-Ateliers, in denen die teilnehmenden Ensembles Erklärungen zu ihrer Musik anschaulich machen, gibt es von Samstag, 30. Mai bis Montag, 1. Juni Abendkonzerte virtuell aus der Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren (Samstag), aus der Ehemaligen Synagoge Fellheim (Sonntag) und der Moschee Marktoberdorf (Montag). Auch die Konzerteinführungen dazu wurden von der Künstlerischen Leitung an den jeweiligen Konzertorten aufgenommen. Ebenfalls täglich finden dazu Watchparties, jeweils um 20 Uhr, statt.

Ein Podiumsgespräch zum Thema "Interreligiöse Lieder in der deutschen Chorarbeit" findet am Dienstag, 2. Juni statt. Es diskutieren: Prof. Dr. Hans Jaskulsky, Vorsitzender MODfestivals e.V. und Dirigent, Bettina Strübel, Künstlerische Leiterin MSI und Chorleiterin des Interreligiösen Chores Frankfurt, Karl Zepnik, Künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. Moderiert wird das Gespräch von BR Klassik-Journalist Ulrich Möller-Arnsberg.

Online Festivalchor als krönender Abschluss

Zum Abschluss der Musica Sacra International ONLINE EDITION ist in Zusammenarbeit mit dem Chorverband Bayerisch Schwaben (cbs) der rund 70-köpfige MSI online-Festivalchor zu sehen und zu hören. Dazu wird es ebenfalls eine abschliessende Watchparty um 20 Uhr geben.

Auf social media-Plattformen wie YouTube, Facebook sowie der Website www.musica-sacra-international.org kann so am Pfingstwochenende die ONLINE EDITION von Musica Sacra International von Zuhause aus verfolgt werden. So ist es erstmals den Besuchern des Festivals genauso wie interessierten ZuhörernInnen aus aller Welt möglich, die Musik der Weltreligionen online gemeinsam zu erleben.

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