Vierbeinige Azubis

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Susanne Schön mit ihrem Weimeraner Snoopy (vorne von links), Matthias Hatt mit Labradorhündin Luna und Bettina Bilger mit Border Collie Monty, sowie, hinten von links, Claudia Adam, Martina Schmid und Marei Lübbing.

Allgäu – Wer Teil der Rettungshundestaffel der Johanniter werden möchte, kommt bereits vor Beginn der eigentlichen Ausbildung auf den Prüfstand.

Gerade haben Bettina Bilger, Susanne Schön und Matthias Hatt die erste Hürde auf dem Weg zum geprüften einsatzfähigen Rettungshundeteam genommen: ihre Vierbeiner Monty, Luna und Snoopy bestanden den obligatorischen Eignungstest für Hunde mit Bravour.

Bettina Bilger und ihr Border Collie Monty sowie Susanne Schön und ihr Weimeraner Snoopy hatten im vergangenen Jahr an dem Rettungshunde-Casting der Johanniter in Kempten teilgenommen. Dabei gehörten sie zu den wenigen Auserwählten, die sich als vielversprechende Anwärter für die verantwortungsvolle Aufgabe erwiesen – genau wie Matthias Hatt, der mit seiner Labradordame Luna unabhängig von dem Casting zu der Gruppe gestoßen war.

„Alle unsere Neuzugänge nehmen zunächst mehrere Monate lang an den zweimal wöchentlich stattfindenden Trainings der Rettungshundestaffel teil“, erläutert Staffelleiter German Beinder das Aufnahmeprozedere. „So können sich sowohl die Interessenten als auch die Ausbilder klar darüber werden, ob diese extrem anspruchsvolle und sehr zeitintensive zwei- bis dreijährige Ausbildung für sie und ihre Tiere überhaupt infrage kommt.“

Im Lauf der gemeinsamen Monate zeichnete sich ab, dass dem so wäre, freut sich German Beinder. „Deshalb absolvierten Bettina Bilger und Susanne Schön auch schon ihre Ausbildung zu Sanitätsdiensthelferinnen. Diese ist eine der Grundvoraussetzungen für die Arbeit in der Rettungshundestaffel.“ Der Dritte im Bunde, Matthias Hatt, hat die Ausbildung im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz als langjähriger haupt- und ehrenamtlicher Johanniter-Mitarbeiter schon lange hinter sich.

Kürzlich wurden nun die Hunde auf die Probe gestellt. In einem umfangreichen Eignungstest galt es zu klären, inwieweit jeder der Vierbeiner die Voraussetzungen für die Rettungshundearbeit erfüllt. Im Vordergrund stand dabei das Gesamtverhalten des Hundes. So wurden neben der Gelassenheit bei Lärm und Gedrängel, der Geschicklichkeit und der Bindung zum Hundeführer auch die Verträglichkeit mit anderen Hunden sowie die Sozialisierung dem Menschen gegenüber getestet. Die Eignung wurde von den zertifizierten Bewertern der Johanniter, Claudia Adam und Marei Lübbing, beurteilt. Alle drei Bewerber bestanden den Test mit Bravour und erhielten die begehrte Prüfmarke. „Wir freuen uns alle sehr über diesen Erfolg“, so Matthias Hatt. „Nun steht dem Beginn der Ausbildung nichts mehr im Wege. Bis zur Prüfungsreife in der Flächensuche stehen uns aber sicher noch eineinhalb Jahre intensiver Vorbereitung bevor.“

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