Retter auf zwei Rädern

Allgäu - Die Motorradstaffel des Roten Kreuzes Oberallgäu eröffnet am 1. Juni ihre Saison. Sie steht an den Wochenenden und Feiertagen bei jeder Witterung zur Verfügung. Bis in den Herbst sorgen sechs erfahrenen Rettungsassistenten für schnelle, meist medizinisch Hilfe im gesamten Integrierten Leitstellengebiet zwischen Lindau und Buchloe, dem Allgäuer Tor bis zum Grenztunnel in Füssen.

Die Retter sind speziell ausgebildete, meist hauptamtliche Rettungsdienstmitarbeiter des Oberallgäuer Roten Kreuzes, die in ihrer Freizeit für zusätzliche Sicherheit in der Region sorgen.

Die Motorradstaffeln des Roten Kreuzes gibt es bereits seit 1983 und werden von den jeweiligen Bezirks- und Kreisverbänden finanziert. Unterstützt werden die Helfer durch Spenden, meist als Dank von Betroffenen.

Die Idee der Indienststellung von Motorradstaffeln war zunächst die Versorgung von Stauopfern von der Babynahrung bis hin zum Spielzeug. Rasch erkannte man, dass die schnellen mobilen Helfer bei Notfalleinsätzen als Ersthelfer oder Unterstützer bestens geeignet waren.

Laut Statistik ist Bayern 56, so der Funkrufname der Einsatz-maschine, in 70 Prozent der Alarmierungen vor dem Rettungsdienst am Einsatzort. Damit kann das sogenannte therapiefreie Wahl deutlich verkürzt werden, so Roman Slotta, der Leiter der Staffel.

Die Maschine der Motorradstaffel vom Typ BMW 1200 ist ausgestattet mit modernsten Kommunikationsmitteln, Notfallequipment inklusive Defibrillator, GPS und vielem mehr. Alle schwäbischen Staffeln wurden heuer vom Motorrad-bekleidungshersteller Held aus Burgberg einheitlich ausgerüstet. Der Zweirad-Ausstatter konnte die Wünsche und Bedürfnisse der Helfer mit ihrem großen Know How in allen Punkten befriedigen und vor allem im Preis großzügig entgegenkommen.

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