mundART Allgäu e.V. blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück

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Die Vorstandschaft und Mitglieder des Fördervereins mundART Allgäu bei der Jahresversammlung. Mit dabei auch der bekannte Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer (2. von links) und daneben Helmut Rothmayr von „Wir 18“; rechts Vorsitzender Simon Gehring.

Allgäu – Unter dem Motto „Dem Dialekt und der Heimat verpflichtet“ stand das abgelaufene Vereinsjahr des Fördervereins mundART Allgäu e.V. „Wir verfolgen die Vereinsziele weiterhin mit großem Nachdruck und sind dabei auf einem guten und erfolgreichen Weg“, so Vorsitzender Simon Gehring.

Als einen besonderen Höhepunkt bezeichnete Gehring das jährliche Mundartforum im Rahmen der Allgäuer Festwoche in Kempten. „Es war im vergangenen Jahr eine sehr gute Veranstaltung mit großem Zuspruch“, so Gehring. Wir können stolz sein, dass diese Veranstaltungsform immer wieder die Menschen auf einem hohen Niveau anspricht. In diesem Jahr findet diese Veranstaltung zum 18. Mal am Donnerstag, 17. August, um 20 Uhr, im Kornhaus statt.

Immer wieder gelingt es dem Verein, zusammen mit großzügigen Unterstützern, breit angelegte Aktionen durchzuführen. So ermöglichte es die Sparkasse Allgäu, dass an insgesamt sechs Grundschulen im Oberallgäu (Burgberg, Sonthofen-Rieden, Missen-Wilhams, Sulzberg, Wildpoldsried und Betzigau) rund 500 Hoimat-Quartettspiele verteilt werden konnten. „Durch das Partnerschaftsmodell ist es möglich, jedem Kind der dritten und vierten Klassen der beteiligten Grundschulen sein eigenes Quartett-Spiel zu überreichen, mit dem spielerisch Wissen über die Heimat vermittelt werden kann“, so Gehring.

Durch die erfolgreiche Umsetzung des Büchle „Berge, Gipfel & Sprüche“ – eine Sammlung von Bergsteigersprüche – zusammengetragen von Ludwig Hindelang aus Nesselwang – konnten 1.200 Euro an die Allgäuer Bergwacht überreicht werden.

Ein weiteres Buchprojekt konnte zusammen mit der Tochter von Pius Lotter umgesetzt worden. Das „Schaffen und Wirken“ des weit über das Allgäu hinaus bekannten Allgäuer Urgesteins Lotter zu dokumentieren, war für den Verein nicht nur etwas ganz besonderes, sondern Verpflichtung und ein Ehre. Bei der Vorstellung würdigte Dr. Theo Waigel den im Jahr 2000 verstorbenen Ostallgäuer als „alemannischen Philosophen“.

Dem Ostrachtaler Dialekt und dem bekannten Künstler Richard Mahn zum 150. Geburtstags gewidmet, ist das erste Hörbuch, das der Förderverein auf den Weg gebracht hat. Die Hindelanger Mundartautorin Cornelia Beßler, Vorstandsmitglied im Verein mundART Allgäu, hatte die Idee zu diesem Hörbuch, nach dem Fritz Blanz aus Bad Oberdorf ihr im Auftrag seiner Mutter die Geschichte „von der Muttergottes“ in den Briefkasten gelegt hatte. Innerhalb von drei Monaten wurde das Hörbuch mit dem Titel „De Hischtore vu dr Müettergottes mit ihre vier Buebe“ umgesetzt und in der Bad Oberdorfer Pfarrkirche vor dem „Jörg Lederer-Altar“ vorgestellt.

Mit Blick auf 2017 seien bereits zwei Buchprojekte umgesetzt worden. Zum einen „Gedichte, Geschichten und Versla“ der Oberallgäuer Landfrauen zum 30-jährigen Jubiläum des Bäuerinnenchores. Zum Anderen brachte der Verein zusammen mit Ludwig Hindelang aus Nesselwang das Büchle „D´r Sell hot g´set“ auf den Weg. Zeichnungen dazu lieferte Manfred Küchle. Weiter sollen „Das kleine Allgäuerlei“ und ein Buch mit Erika Lindner aus Sonthofen mit dem Titel „Seelenhoimat“ gedruckt werden. Verstärkt wolle man sich um das Thema „Mundarttheater an Grundschulen“ kümmern. Das Schulamt habe bereits Interesse bekundet. Durch die Verbindung mit dem bekannten Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer, werde es ein Hörbuch über „Dia Hoilige Schrift“ in Westallgäuer Mundart geben. Die Vorstellung wird am 4. Oktober in der Evangelischen Kirche in Oberstaufen stattfinden.

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